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Alles rund um den Grasshopper-Club Zürich
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De Don
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Re: Presse Thread

#25111 Beitrag von De Don »

Freundschaft mit GC wird enger
Fr, 01. Mai. 2020
Der FC Wohlen plant für die Zukunft eine enge Kooperation mit dem Grasshoppers Club Zürich

Seit bald 20 Jahren pflegt der FC Wohlen eine Bindung mit den Grasshoppers aus Zürich. Nun wurde ein Kooperationsvertrag in der Nachwuchsarbeit unterzeichnet. Der FC Wohlen und GC spannen zusammen. Wohlen will so ein attraktiver Standort im Schweizer Fussball bleiben.

Nein, die Investoren aus China, die nun GC übernehmen, haben keinen Einfluss auf die geplante Zusammenarbeit. Schon seit Monaten ist der FC Wohlen auf der Suche nach einer Lösung für den Nachwuchsbereich. Nach dem Austritt aus dem Team Aargau streckte man die Fühler nach einem neuen Partner aus. Das «Grasshoppers-Gerücht» hat sich lange gehalten und ist nun Tatsache. In Zukunft wird der FCW mit dem Grasshopper Club Zürich Hand in Hand zusammenarbeiten.

«Ganzer Verein wird einen Austausch mit GC haben»

Gemäss Gregorio Trovato, Nachwuchschef des FC Wohlen, ist dies «die Lösung für den Junioren-Spitzenfussball in Wohlen». Mit 24 Teams und rund 400 Nachwuchskickern hat der Verein eine der grössten Juniorenabteilungen im Aargau. Durch die Zusammenarbeit mit GC ist gesichert, dass die Spieler stark gefördert werden und die besten Talente eine Perspektive haben.

«Der ganze Verein wird einen Austausch haben mit GC», so Trovato weiter. Davon würden am Ende auch die umliegenden Vereine profitieren. «Denn nicht jeder wird ein Profifussballer», so der Wohler. Wenn ein Spieler aus Wohlen dann aber eine grosse Nummer werden sollte, wird der FC Wohlen sein Stück des Kuchens kriegen. Und: Der FC Wohlen findet so auch Anschluss an ein nationales Leistungszentrum.

Auch die Zürcher sind froh um den neuen Partner aus dem Freiamt. Roman Hangarter, der technische Leiter der GC-Nachwuchsabteilung, sagt: «Diese Zusammenarbeit macht Sinn und wird beiden Vereinen viel bringen».

Verband muss es noch absegnen

Klingt alles sehr positiv. Jedoch ist die Zusammenarbeit noch nicht in trockenen Tüchern. Denn: Die Partnerschaft zwischen GC und Wohlen für die Mannschaften FE12, FE13 und FE14 muss zuerst vom Schweizerischen Fussballverband (SFV) genehmigt werden. Weil sich der SFV für kantonale Zusammenarbeiten stark macht, ist diese Aargau-Zürich-Verbindung nicht unbedingt im Sinne des Verbandes. Doch auch wenn der Verband es nicht genehmigt, wird die Zusammenarbeit trotzdem vorangetrieben.

Blau-weisse Fussball-Hochzeit

Der FC Wohlen geht im Nachwuchs eine enge Partnerschaft mit den Grasshoppers Zürich ein

Beim Team Aargau und beim Schweizerischen Fussballverband sieht man die Zusammenarbeit ungern. Doch der FC Wohlen und die Grasshoppers werden in Zukunft einen regen Austausch betreiben – besonders auf Juniorenstufe. Für den FCW und seine Mitglieder hat es viele Vorteile. So scheint es jedenfalls.

Stammtische gibt es in Coronazeiten nicht. Doch würde es sie im Freiamt noch geben, dann würde die Zusammenarbeit des FC Wohlen und von GC einige Sprüche provozieren. «Der FC Wohlen geht den chinesischen Weg», zum Beispiel. Denn vor Kurzem wurde vermeldet: Der Rekordmeister aus Zürich hat nach 17 erfolglosen Jahren der Suche endlich einen neuen Geldgeber gefunden. Und dieser stammt aus Hongkong. Die «Champion Union HK Holdings Limited» übernimmt die Aktienmehrheit und wechselt das Management aus. Jetzt hat GC wieder eine Perspektive. Allerdings ist unklar, wo der Weg hingehen soll.

«Geografisch, sportlich und menschlich macht es Sinn»

Die freundliche Übernahme aus Asien sollte die Zusammenarbeit mit dem FC Wohlen allerdings nicht tangieren. «Nein, das hat keinen Einfluss», sagt Roman Hangarter deutlich. Er ist der technische Leiter im Nachwuchsbereich und der Leiter des nationalen Leistungszentrums der Grasshoppers. Auch den Fakt, dass in den letzten Tagen fünf Trainer im Nachwuchsbereich von der neuen Führung entlassen wurden, sieht er als problemlos an. «Neue Eigentümer wollen frischen Wind und neue Leute integrieren», sagt er.

Für den 52-Jährigen ist die Zusammenarbeit mit dem FC Wohlen eine ausgezeichnete Sache. «Der FC Wohlen und GC haben ja schon seit Jahren eine Zusammenarbeit. Viele Talente spielen jetzt schon bei GC. Geografisch, sportlich und menschlich macht es viel Sinn», so Hangarter.

Über die Partnerschaft zwischen dem blau-weissen FC Wohlen und den blau-weissen Grasshoppers wurden die FCW-Mitglieder am Mittwoch per Brief informiert. Darin heisst es: «Ende Februar haben die Verantwortlichen beider Vereine einen Kooperationsvertrag in der Nachwuchsarbeit unterschrieben. Als Folge hat sich der Grasshopper Club mit dem FC Wohlen für eine Partnerschaft für die Mannschaften FE12, FE13 und FE14 am Standort Wohlen beim Schweizer Fussballverband beworben. Der Entscheid ist noch ausstehend.» Falls dieser Entscheid negativ ausfällt, gibt es keine Partnerschaft, sondern eine Kooperation. Der Unterschied ist minim und würde nur die drei Footeco-Teams betreffen.

Meyer: «Zusammenarbeit akribisch geprüft»

Rückblende: Vor ziemlich genau einem Jahr hat der FC Wohlen den Ausstieg aus dem Team Aargau erklärt. Dafür gab es mehrere Gründe. Kurz: Der FCW fühlte sich benachteiligt und hat keine Zukunft mehr gesehen im Team Aargau. Nach der Kündigung war man auf der Suche nach einer Lösung, um den Junioren-Spitzenfussball weiterhin zu gewährleisten. Zu den Grasshoppers hat der FCW seit gut 20 Jahren einen guten Kontakt und auch immer wieder wurde ein Spieler von GC zu Wohlen ausgeliehen. Dieser Kontakt der beiden Teams wurde seit letztem Frühling immer intensiver.

GC war interessiert, Wohlen war interessiert. «Wir haben eine Zusammenarbeit akribisch geprüft. Wir haben mehrmals diskutiert, was die Vor- und Nachteile sind», meint Adrian Meyer, Leiter Sport und Verwaltungsratsmitglied des FC Wohlen. Die Clubs begegneten sich auf Augenhöhe. Etwas, was Meyer enorm schätzte. «Die Vertragsvereinbarungen sind sehr fair. Dies sehen wir als grosse Wertschätzung an. Dies fehlte uns beim Team Aargau.» Kleines Beispiel der fairen Vereinbarung: Sollte ein Junior des FC Wohlen irgendwann Profispieler werden, wird der FCW auch davon finanziell und fair profitieren. FCW-Verwaltungsratspräsident André Richner meint: «Mit GC haben wir ein Gegenüber, welches uns fair und partnerschaftlich behandelt. Man kennt sich und kann gegenseitig voneinander profitieren.» Die Grasshoppers, die mit Rapperswil und Dietikon schon zwei Partnervereine haben, signalisierten dem FC Wohlen immer mehr, dass sie für eine Partnerschaft zu haben wären.

Roman Hangarter, Nachwuchschef der Grasshoppers, sagt: «Wir gehen jetzt einen Schritt weiter. Der FC Wohlen wird in die Partnerschaft integriert und wir arbeiten noch enger zusammen als in der Vergangenheit.»

Vor wenigen Wochen wurde der Vertrag unterzeichnet und die Zusammenarbeit besiegelt. Für den FCW-Nachwuchschef Gregorio Trovato ist es eine hervorragende Lösung. Er selbst war jahrelang der Leiter Préformation des Teams Aargau am Standort Wohlen. Der 50-jährige Wohler kennt sich also bestens aus. «Es ist eine Bereicherung für den Aargauer Fussball», meint er. «Der ganze FC Wohlen wird einen Austausch mit GC haben. Nur die besten Spieler werden nach Zürich gehen, das sind vielleicht ein bis maximal drei Spieler pro Jahrgang.»

Oberstes Gebot: Jedes Wohler Kind soll kicken dürfen

Für ihn war es wichtig, dass die Nachwuchsabteilung des FC Wohlen attraktiv bleibt und der Spitzenfussball nicht verschwindet. «Oberstes Gebot ist, dass jedes Wohler Kind hier spielen kann.» Und Trovato betont mehrmals, dass das Wohlergehen der Junioren von grösster Bedeutung ist.

Der FCW hat 23 Junioren-Teams und total 400 Nachwuchskicker. Am meisten betrifft die neue Partnerschaft die Footeco-Junioren auf Stufe FE12, FE13 und FE14. Im Brief heisst es: «Mit dieser Lösung würden wir einen optimalen Athletenweg bis in die FE14 am gleichen Standort aufzeigen. Anschliessend würden den Talenten zwei Wege in eine U15 offenstehen. Der eine Weg wäre über GC in die U15 GC/Limmattal am Standort Dietikon oder gar in die U15 im nationalen Leistungszentrum am Campus Niederhasli. Den talentiertesten Junioren würden im Campus die Türen in die U16, U18 und U21 des Grasshopper Clubs offenstehen.» Bereits heute spielen an die 20 Junioren, die beim FC Wohlen starteten, in den U-Mannschaften der Grasshoppers. Bestes Beispiel ist der Wohler Mile Vukelic, der heute in der U17-Nationalmannschaft spielt. «Das beweist, dass wir die Nachwuchsarbeit gut machen», so Trovato.

Richner: «Ich wäre masslos enttäuscht»

Die Partnerschaft zwischen Wohlen und GC scheint eine gute Sache zu sein. Jedoch muss dies zuerst vom Schweizerischen Fussballverband (SFV) abgesegnet werden. Darauf darf man gespannt sein, denn der SFV macht sich immer für eine kantonale Zusammenarbeit der Vereine stark. Die Kooperation zwischen den Zürchern und den Aargauern wird in Fussball-Bern wohl kaum gerne gesehen. Hangarter von GC meint: «Mit Rapperswil-Jona aus dem Kanton St. Gallen haben wir auch eine Partnerschaft – und dies klappt bestens. Wieso sollte es nicht mit Wohlen klappen? Schliesslich leistet der Verein sehr gute Arbeit und wird auch von tollen Leuten geführt. Wir haben dem Schweizerischen Fussballverband gute Argumente geliefert, dass diese Zusammenarbeit eine super Sache ist.» FCW-Verwaltungsratspräsident André Richner sagt: «Ich hoffe sehr, dass sich der Verband hinter unsere Idee stellt und sich nicht von kleinkariertem Kantönlidenken beirren lässt. Unsere Chancen stehen wohl bei 40 zu 60 Prozent gegen diese Partnerschaft. Sollten wir die Zusage nicht erhalten, wäre das ein Entscheid gegen den Fussball und gegen die jungen Talente. Ich wäre masslos enttäuscht.»

Der FC Wohlen hofft auf positiven Entscheid, damit man guter Dinge in die Zukunft gehen kann. «Wir sind uns sicher, dass es die beste Lösung ist», so Nachwuchschef Trovato. Der sportliche Leiter Adrian Meyer sagt: «Ob Zürich oder Aarau spielt keine grosse Rolle. Es geht um die Junioren.» Und: Falls ein talentierter Spieler aus Wohlen bei GC den Anschluss nicht findet, darf dieser es natürlich beim Team Aargau versuchen. Im Informationsbrief des FC Wohlen heisst es: «In der Partnerschaft mit dem Grasshopper Club können wir unseren Junioren unabhängig des Entscheides des Schweizer Fussballverbandes erstmals den aktuell höchsten Ausbildungsweg mit Anschluss an ein nationales Leistungszentrum anbieten.» Es geht dem FC Wohlen darum, junge Fussballer zu motivieren und ihnen einen Weg an die Spitze zu zeigen und möglich zu machen. Der FC Wohlen will weiterhin Spitzenfussball betreiben – und dieser beginnt immer beim Nachwuchs.

Nun soll wieder Ruhe einkehren

Der Entscheid des SFV wird mit Spannung erwartet, wird aber die Zusammenarbeit nur minim beeinflussen. Denn die Partnerschaft wird in Zukunft so oder so eingegangen. Ebenfalls stattfinden wird Ende September das einwöchige «GC Kids Camp» auf der Niedermatten.

Nun soll wieder Ruhe einkehren. Nach der Kündigung aus dem Team Aargau und der neu eingegangenen Zusammenarbeit mit GC soll die Juniorenabteilung nun mit Beständigkeit brillieren. So sollen weiterhin viele Wohler Talente den Weg an die Fussballspitze finden.

Blue Lion
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Re: Presse Thread

#25112 Beitrag von Blue Lion »

Offenbar ist GC an einer Verpflichtung des 21 jährigen Innenverteidigers Dean Solomons interessiert. Der im Dienste von Ajax Amsterdam stehende Südafrikaner könnte aufgrund des vorzeitigen Saisonanbruchs in Holland ablösefrei wechseln. Seine Karriere begann er bei Ajax Kapstadt, dem südafrikanischen Farmteam von Ajax Amsterdam.
Deutschsprachige Quellen, die das Interesse bestätigen, sind noch nicht verfügbar.

Quelle: Facebookgruppe GC Informations-Plattform
Und am 8. Tag sah Gott was er erschaffen hatte und sagte: „Die Schweiz braucht einen Fussballclub.“
Also, erschuf er den GCZ

AppleBee
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Re: Presse Thread

#25113 Beitrag von AppleBee »

Lion King hat geschrieben: 01.05.20 @ 9:12
AppleBee hat geschrieben: 01.05.20 @ 8:44
maddin hat geschrieben: 30.04.20 @ 14:08 Der SFV hat heute entschieden, alle Meisterschafts- und Cupwettbewerbe der Saison 2019/20, ausgeschlossen der RSL und BCL, per sofort abzubrechen. Somit wird der GC-Nachwuchs keine Spiele in der Saison 2019/20 mehr austragen.

Der Zentralvorstand des SFV hat heute im Rahmen einer Telefonkonferenz beschlossen, alle derzeit ausgesetzten Meisterschafts- und Cupwettbewerbe der Saison 2019/20 mit Ausnahme der Raiffeisen Super League, der Brack.ch Challenge League und des Helvetia Schweizer Cups abzubrechen und diese Wettbewerbe nicht zu werten.

Somit wird der GC-Nachwuchs keine Spiele in der Saison 2019/20 mehr austragen (Kinderfussball bis U21). Zudem ist vom SFV noch kein Datum für den Beginn der neuen Saison 2020/21 kommuniziert worden.

Weitere Informationen finden sie hier.
Da muss man einfach sagen, dass dieser Entscheid mit seinen pseudo Begründungen einfach willkürlich sind.

Entweder entscheidet man sich, dass ein Weiterspielen aus Faktoren der Vernunft, Schutz und Krankheitseindämmung nicht möglich ist und daher alle Fussballspiele restlos gestrichen werden.
Fällt der Entscheid, dass auch Amateurspiele weitergeführt werden können, dann ist dies konsequent und folglich korrekt.
Betrachtet man aber die Schweizerlösung, dann muss man festhalten, dass hier keiner der Faktoren berücksichtigt wird. Ich habe die Begründung des SFV mehrfach gelesen und verstehe sie einfach nicht, wieso Amateurspiele, wo eigentlich weniger Gefahr besteht, der Spielbetrieb abgebrochen wird. Bei den “Profi-Vereinen” ist der Spielbetrieb wieder möglich. Mit anderen Worten kann da die Fifa/UEFA/andere korrupte Organisationen zu stark Einfluss nehmen. Im Ausland kann korrekterweise die Saison abgebrochen werden. Bei uns geht das nicht. Ich denke da haben die Verantwortlichen Angst vor der Verantwortung und sind in ihrer Position überfordert. Da muss sich der SVF mächtig Gedanken machen über seine personelle Situation.
Ist ziemlich einfach zu erklären: In den Profiligen werden ALLE Spieler vor JEDEM Spiel gezestet. Das kostet ein paar Millionen. Das ist im Amateurbereich schlicht nicht durchzusetzen.

Ich verstehe deinen Punkt. Jeder normaldenkende Mensch weiss aber, dass es Patienten in Spitälern gibt, die zuerst negativ und zwei Tage später positiv getestet wurden. Dies also zu der Genauigkeit dieser Test. Zusätzlich kommt noch die Auswertungsdauer hinzu. So eine Auswertung dauert nicht nur 10Minuten. Da stimmen Praxis und Theorie sind in diesem Fall schlicht nicht gleichwertig zu betrachten. Ausserdem lässt es enorm viele Möglichkeiten für Betrug offen. Ich finde es lächerlich so eine Lösung überhaupt in Betracht zu ziehen. Das ist schlicht einfach nur krank!

AppleBee
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Re: Presse Thread

#25114 Beitrag von AppleBee »

its coming home hat geschrieben: 01.05.20 @ 12:52 ganz einfach, Saison abbrechen.

Transferfenster verlängern und Saisonbeginn je nach Verlauf im Juli/ August. Es gibt halt Situationen im Leben, wo man nicht kontrollieren und planen kann.

Es wäre auch eine Chance, endlich mal wieder mit beiden Füssen auf dem Boden zu bleiben. Exorbitante Spielersaläre könnten wieder auf ein normales Level reduziert werden. Vereine könnten sich wieder um Ihre Fans kümmern und Spielerberater könnten sich...hmm, was können die eigentlich?
Genau - so ist es! Ich stimme mit dir zu 100% überein.

AppleBee
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Re: Presse Thread

#25115 Beitrag von AppleBee »

Lurker hat geschrieben: 01.05.20 @ 15:00 Die Gefahr einer Ansteckung ist derzeit so gering, dass man das Risiko von Geisterspielen eingehen kann.

Es wird sich ja schon im Mai zeigen, ob bei der Öffnung unter Einhaltung der bekannten Regeln die Infektionsrate tief bleibt oder wieder anzieht.

Ich denke, Spiele mit Publikum werden nur möglich sein, wenn die Zahlen bis Ende Juli/August konstant tief bleiben.
Du hast sicherlich recht mit deiner Aussage - obwohl man beachten muss, dass die Zahlen 2 Wochen (Inkubationszeit) rückschauend betrachtet werden müssen. Ich finde diese Diskussion ist hier fehl am Platz, denn es handelt sich um das GC und nicht um das WHO-Weltgesundheitsforum. Bei dem besagten Thema kann sich jeder bei Interesse selber einlesen. Oder dem Herrn Koch anlüten ;-)

Ein Gedanke meinerseits: Besuchte Fussballspiele sehe ich auf längeren Zeitraum als unrealistisch. Natürlich sieht die Liga viel Geld den Bach abgehen. Dies aber nur ein momentaner Vorgeschmack auf die Milliardenverluste die noch auf uns warten in den nächsten Jahren/Jahrzehnten. Ich gebe in dem Sinne allen Vorschreibern recht, dass sich doch einiges verändern wird und die horrenden Spielerlöhne und Marktsummen so nicht bestehenbleiben können.

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Re: Presse Thread

#25116 Beitrag von Tradition 1886 »

Blue Lion hat geschrieben: 03.05.20 @ 16:09 Offenbar ist GC an einer Verpflichtung des 21 jährigen Innenverteidigers Dean Solomons interessiert. Der im Dienste von Ajax Amsterdam stehende Südafrikaner könnte aufgrund des vorzeitigen Saisonanbruchs in Holland ablösefrei wechseln. Seine Karriere begann er bei Ajax Kapstadt, dem südafrikanischen Farmteam von Ajax Amsterdam.
Deutschsprachige Quellen, die das Interesse bestätigen, sind noch nicht verfügbar.

Quelle: Facebookgruppe GC Informations-Plattform
wäre wieder ein Spieler der uns rein garnichts bringt. das hatten wir schon die letzten 5 jahre. ist das was ich vermute, weiterhin eine seelenlose Söldnertruppe auf dem Feld. Berisha, Haas oder Walther, Huber. beides das gleiche

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Re: Presse Thread

#25117 Beitrag von weedee »

AppleBee hat geschrieben: 04.05.20 @ 7:34
Lurker hat geschrieben: 01.05.20 @ 15:00 Die Gefahr einer Ansteckung ist derzeit so gering, dass man das Risiko von Geisterspielen eingehen kann.

Es wird sich ja schon im Mai zeigen, ob bei der Öffnung unter Einhaltung der bekannten Regeln die Infektionsrate tief bleibt oder wieder anzieht.

Ich denke, Spiele mit Publikum werden nur möglich sein, wenn die Zahlen bis Ende Juli/August konstant tief bleiben.
Du hast sicherlich recht mit deiner Aussage - obwohl man beachten muss, dass die Zahlen 2 Wochen (Inkubationszeit) rückschauend betrachtet werden müssen. Ich finde diese Diskussion ist hier fehl am Platz, denn es handelt sich um das GC und nicht um das WHO-Weltgesundheitsforum. Bei dem besagten Thema kann sich jeder bei Interesse selber einlesen. Oder dem Herrn Koch anlüten ;-)

Ein Gedanke meinerseits: Besuchte Fussballspiele sehe ich auf längeren Zeitraum als unrealistisch. Natürlich sieht die Liga viel Geld den Bach abgehen. Dies aber nur ein momentaner Vorgeschmack auf die Milliardenverluste die noch auf uns warten in den nächsten Jahren/Jahrzehnten. Ich gebe in dem Sinne allen Vorschreibern recht, dass sich doch einiges verändern wird und die horrenden Spielerlöhne und Marktsummen so nicht bestehenbleiben können.
Ich bin mir gar nicht sicher, ob dies alles eine nachhaltige bereinigende Wirkung auf die Spielersaläre haben wird. Angeschmiert sind vorerst ja sowieso nur diejenige Spieler, deren Verträge am 30.06.2020 auslaufen. Diese werden aber kaum einen mehrjährigen Vertrag zu deutlich tieferen Konditionen unterschreiben. Sobald der Virus weg ist, die Stadien voll sind und die Fernsehgelder wieder fliessen, wird das alte Spielchen munter weitergespielt...
Was sollte ich machen? Schließlich hat er unsere Mutter eine alte Hure genannt.
Aber das ist doch die Wahrheit!
So alt ist sie nun auch wieder nicht!

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Eren
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Re: Presse Thread

#25118 Beitrag von Eren »

Blue Lion hat geschrieben: 03.05.20 @ 16:09 Offenbar ist GC an einer Verpflichtung des 21 jährigen Innenverteidigers Dean Solomons interessiert. Der im Dienste von Ajax Amsterdam stehende Südafrikaner könnte aufgrund des vorzeitigen Saisonanbruchs in Holland ablösefrei wechseln. Seine Karriere begann er bei Ajax Kapstadt, dem südafrikanischen Farmteam von Ajax Amsterdam.
Deutschsprachige Quellen, die das Interesse bestätigen, sind noch nicht verfügbar.

Quelle: Facebookgruppe GC Informations-Plattform
auf den muss man auch erst mal kommen. aber vielleicht hat das mit seinem neuen berater zu tun? bei siyavuma sports scheint er jedenfalls nicht mehr zu sein.
Aut inveniam viam aut faciam :!:

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Dori Kuerschner
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Re: Presse Thread

#25119 Beitrag von Dori Kuerschner »

KOMMENTAR

Die Schweizer Liga ruft nach Hilfe, doch der Fussball hat ein Imageproblem
Auch in der Schweiz hat sich der Fussball in den vergangenen Jahren immer weiter von der Alltagswirklichkeit der Menschen entfernt. Weitergehen wie bisher kann es nicht, besonders dann nicht, wenn der Staat helfen soll – wie nun in der Corona-Krise.

Flurin Clalüna
04.05.2020, 05.30 Uhr

200 bis 250 Millionen Franken brauche der Schweizer Fussball, um zu überleben. Dies in Form von Krediten und Garantien. So sagt es der Präsident der Swiss Football League (SFL), Heinrich Schifferle, in der «Sonntagszeitung». 200 Millionen: Das ist rund die Hälfte des Umsatzes, den die zwanzig Profiklubs in einer Saison generieren. Noch spricht Schifferle von Bürgschaften, aber ob die Vereine je in der Lage sein werden, das Geld zurückzuzahlen, ist fraglich. Das deutet auch Schifferle im Interview an. Es ist gut möglich, dass am Ende der Bund für die Verluste aufkommen müsste. Und es ist deshalb eine gesamtgesellschaftliche Frage, ob der Fussball eine solche Unterstützung verdient.

Zumal die Liga noch mehr öffentliches Geld verlangt: Beim Staatssekretariat für Wirtschaft Seco liegt ein Gesuch, die Kurzarbeit auch dann beibehalten zu dürfen, wenn die Fussballer wieder trainieren und ab dem 8. Juni auch wieder spielen. Dies mit der Begründung, dass nur Geisterspiele ausgetragen werden können. Es ist eine Idee, die in der Öffentlichkeit nur sehr schwer zu vermitteln ist: dass die Spielerlöhne weiterhin über die Arbeitslosenkasse finanziert werden sollen, wenn die Fussballer eigentlich wieder voll arbeiten.

Schifferle sagt zu den Geisterspielen im Interview, die Klubs seien wie Wirte, die ihr Lokal öffneten, Löhne für die Köche bezahlen müssten, aber keine Gäste empfangen dürften. Das ist ein anschauliches Bild. Aber einige dieser Köche sind Starköche, und man darf sich zu Recht fragen, ob es nicht zumutbar wäre, ihr Lohnniveau wenigstens für ein paar Monate zu reduzieren, um so den finanziellen Leidensdruck ihrer Arbeitgeber zu senken. Das ist die grosse Frage in dieser Diskussion: ob der Fussball genug tut, um sich selber zu helfen, bevor er den Staat bittet, ihn zu retten.

Der Fussball hat sich in den letzten Jahren immer weiter von der Alltagswirklichkeit der Menschen entfernt, er wird als abgehobene Parallelwelt wahrgenommen. In der Schweiz nicht so sehr wie anderswo im Ausland, aber auch hier. Sein Ruf ist nicht gut. Die Bereitschaft, ein Milieu zu unterstützen, das als exzessiv und ethisch fragwürdig gilt, ist deshalb nicht besonders gross. Auch der Schweizer Fussball leidet darunter, wenn Spieler wie der Franzose Franck Ribéry vergoldete Steaks essen und damit nur etwas zur Schau stellen: dass sie nicht mehr von dieser Welt sind. In der Schweiz ist dies weniger der Fall, aber auch hier verdienen Spieler teilweise Summen, die als stossend empfunden werden – jetzt, mitten in dieser Krise, ganz besonders. Vor allem dann, wenn nun der Eindruck entsteht, die Gesellschaft werde aufgefordert, hohe Saläre mitzufinanzieren, und sich die Spieler ihrerseits mit Lohnverzicht und Solidarität schwertun.

Die Identifikation der Fussballer mit ihren Klubs ist nicht bei allen gleich gross. Das ist leicht erklärbar, weil sie in den letzten Jahren angesichts der boomenden Transfermärkte auch nie gefördert worden ist und stattdessen Eigeninteressen im Vordergrund standen. Die Blase ist geplatzt. Aber noch haben es nicht alle gemerkt. Es kann nicht weitergehen wie bisher, besonders dann nicht, wenn der Staat helfen soll. Wenn der Fussball von der Politik Unterstützung erwartet, muss er gleichzeitig akzeptieren, dass sie Bedingungen stellt und regulierend in sein System eingreift – sofern er es nicht freiwillig tut.

Matthias Remund, der Direktor des Bundesamtes für Sport, sagte vor einer Woche in der «Sonntagszeitung», der Sport müsse «die Hosen runterlassen», wenn er Millionen wolle. Er ist dafür aus Kreisen des Sports kritisiert worden. Man kann sich über Remunds Wortwahl streiten, aber inhaltlich hat er recht. Er ist kein Sport-Lobbyist, sondern Staatsvertreter, und in dieser Funktion hat er bloss gesagt, was vom Sport erwartet werden darf: transparent über seine Bedürftigkeit Auskunft zu geben. Und offenzulegen, ob er genug dafür tut, seine Not zu lindern. Das gilt besonders für nationale und internationale Fussballverbände, die vor der Krise jahrelang viel Geld eingenommen haben. Bis jetzt haben sie nur zögerlich gesagt, was sie beitragen könnten, um einen Kollaps des Systems zu verhindern.

Die Fifa verfügte 2019 über Reserven von 2,745 Milliarden Dollar; 575 Millionen Euro sind es 2020 bei der Uefa. Beide müssen sehr viele und sehr verschiedene Anspruchsgruppen bedienen, in erster Linie die Verbände. Die Uefa verteilt zum Beispiel 235 Millionen Euro an ihre 55 Mitglieder, das macht 4,3 Millionen pro Verband. Aber es gibt noch mehr Geld im Kreislauf des Fussballs, das umgeleitet werden könnte, auch wenn das bisher so nicht vorgesehen war. Noch gibt es erst Ankündigungen. Auch der Schweizerische Fussballverband (SFV) stellt sich auf den Standpunkt, erst wenn von der Uefa zusätzliches Geld komme, könne man darüber reden, die Swiss Football League mehr zu unterstützen. Der SFV aber verspürt selber Unsicherheiten, weil seine Sponsoren wirtschaftlich leiden und die Nationalmannschaft vorerst nicht spielen kann.

Es ist aufgrund der vielen Unwägbarkeiten schwierig für die Liga, die Klubs gut durch diese Krise zu steuern. Und doch hat man den Eindruck, sie reagiere mehr, als zu führen, sie antizipiere zu wenig, was da noch kommen könnte. Für einen Abbruch der Saison kann die Liga nicht plädieren, nur schon weil sie ihren Fernsehvertrag erfüllen will. Und doch ist der Abbruch ein Szenario, wenn die Mehrheit der zwanzig Klubs so entscheidet. Für diesen Fall müsste ein Rechtsgutachten vorliegen: Wie wird ein Meister bestimmt? Wer steigt ab und auf? Ein solches Gutachten gibt es offenbar noch nicht. Vermutlich, weil sich die Liga mehr mit der Hoffnung beschäftigt, weiterzuspielen.

Und wenn nicht? Schifferle sagt: «Wenn auf Bundesebene nichts passiert, wird der Profifussball bald anders aussehen.» Anders aussehen: Das wäre vielleicht gar nicht schlecht. Man muss den Profifussball dafür nicht sterben lassen. Ein Umdenken würde genügen.

https://www.nzz.ch/sport/der-hiesige-fu ... ld.1554738
Izidor Kürschner (1885-1941), ungarisch-jüdischer Fussballlehrer, GCZ-Meister- (1927, 1928 & 1931) und Cupmacher (1926, 1927, 1932 & 1934).

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AvB
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Re: Presse Thread

#25120 Beitrag von AvB »

Die Dealmaker: Berisha und Haas haben den Verkauf der Grasshoppers nach China eingefädelt und führen den Klub nun
Shqiprim Berisha und Samuel Haas sollen mit chinesischem Geld das neue GC aufbauen – wie machen sie das?

Flurin Clalüna
04.05.2020, 14.30 Uhr

Es muss eine Art Triumphmarsch gewesen sein, als Shqiprim, «Jimmy», Berisha, 38, und Samuel Haas, 32, vor rund drei Wochen im Trainingszentrum der Grasshoppers vorfahren und ihr Chefbüro beziehen. Sie sind die zwei jungen Männer, denen gelungen ist, woran alle vor ihnen jahrelang gescheitert sind: Für GC einen Investor zu finden. Zehn Jahre lang will die Chinesin Jenny Wang nun Geld in die Grasshoppers investieren. Ohne ihr Talent als Dealmaker wäre vermutlich niemand auf die Idee gekommen, Berisha zum General Director und Haas zum Generalsekretär bei GC zu machen. Ihre Jobs sind quasi das Dankeschön für ihr Verhandlungsgeschick.

Bereits vor vier Jahren sind sie ohne Mandat von GC auf Investorensuche gegangen. Sie traten in dieser Zeit auch schon mit anderen Investoren an den Klub heran, aus Kosovo oder Deutschland. Geklappt hat es erst mit Jenny Wang. Im September 2019 trafen sie Wang zum ersten Mal. Haas sagt: «Es ist für uns eine Ehre, dass Jenny Wang mit uns weiterarbeiten will. Das Vertrauen in uns ist sehr gross.» Der Gartenbauunternehmer und langjährige GC-Financier Heinz Spross erzählt, zuerst sei er skeptisch gewesen. Chinesen? Wirklich? Spross kennt Berisha und Haas aus seinen Gönnerklubs. Jetzt sagt er: «Es ist die beste Lösung, die man haben kann. Warum Berisha und Haas zu ihren Jobs gekommen sind, ist klar: Sie haben uns eine Türe zum Geld geöffnet.»

Gleich fünf Trainer entlassen
Jetzt sitzen Berisha und Haas im Campus in Niederhasli in ihrem gemeinsamen Büro, beide tragen GC-Anstecknadeln an ihren Anzügen. Und sie sagen, es gehe nun darum, erst einmal den Betrieb und die Mitarbeiter kennenzulernen. Viel Zeit haben sie nicht gebraucht, um erste Entscheidungen zu treffen: Sie haben in diesen Tagen fünf Nachwuchstrainer auf Ende Juli entlassen, unter ihnen gleich alle Vollzeitangestellten der U 21, der U 18 und der U 16. Die Begründung: Sie sollen zu viel verdient haben. GC hat eine entsprechende Meldung von «Bluewin» bestätigt.

Neu soll Walter Grüter zum Trainerstab stossen. Das ist deshalb bemerkenswert, weil Grüter seit Jahren eng mit Erich Vogel verbunden ist. Es ist ein Zeichen dafür, dass der Einfluss des 81-jährigen Vogel, der grauen Eminenz des Vereins, auf das neue GC spürbar bleiben wird. Vogel sagt, er sei am Deal mit Jenny Wang nicht beteiligt gewesen. Über die neue Führung ist er des Lobes voll. Er sagt: «Als früherer Spielerberater kennt Berisha das Transfer- und Vertragswesen bestens. Jetzt vertritt er die Vereinsseite. Diesen Lernprozess wird er innert Kürze verinnerlicht haben.»

Berisha und Haas sind aufgrund ihrer Unerfahrenheit medial nicht nur freundlich empfangen worden. Berisha sagt: «Ich verstehe, dass wir in den Medien skeptisch begrüsst worden sind. Aber ich komme aus dem Fussball-Netzwerk. So unbekannt, wie man geschrieben hat, sind wir nicht.» Haas war Nachwuchsspieler bei GC und hat eine Treuhandfirma im Sportbereich gegründet; Berisha war Fussballer beim FC Luzern, er hat Klubs und Spieler beraten, mehrere stammen vom SC Kriens. In der Innerschweiz ist Berisha zu Hause. Der vielleicht wichtigste Spieler, den er betreut hat, ist Ridge Munsy, ein früherer Krienser, den er seinerzeit von Thun zu GC gebracht hat. Ein Schweizer Spieleragent sagt: «Berisha hat es nie ganz geschafft, sich in der Szene der Berater durchzusetzen. Er musste daneben immer auch noch andere Jobs machen.»

Und nun versehen Berisha und Haas bei GC Rollen, mit denen sie selber nicht gerechnet hatten. Berisha hätte sich vorstellen können, vielleicht einmal Sportchef in einem kleinen Klub zu werden, in Wohlen vielleicht. Offiziell war Berisha Sportdirektor bei YF Juventus. Der Präsident Piero Bauert sagt: «Was heisst war? Er ist es immer noch. Wir tauschen uns weiterhin freundschaftlich aus. Das wird so bleiben.» Berisha sei ein liebevoller Typ, sagt Bauert, «er passt eigentlich gar nicht in dieses Drecksgeschäft Fussball». Haas hat unter Bauert bei YF Juventus Fussball gespielt, eine grosse Karriere hat er als Spieler nicht gemacht. In seiner Zeit bei GC ist Karl-Heinz Riedle, der deutsche Fussballweltmeister, der Sportchef der Grasshoppers. Riedle sagt: «Ich mochte Samuel. Ich habe gemerkt, dass er jemand ist, der geerdet ist und der sich im Berufsalltag durchsetzen wird. Vielleicht einfach nicht als Spieler.»

Berisha und Haas ergeht es ähnlich: Was man von aussen sieht, ist kleiner als das, was sich im Hintergrund abgespielt haben soll. Haas sagt: «Für mich ist es eine ungewohnte Situation, so im medialen Fokus zu stehen.» Aber beide bestehen darauf, dass sie sich im Business auskennten und wüssten, was sie täten. Und doch ist nun alles neu für sie.

Das führt auch zu gewissen Missverständnissen. Die Grasshoppers planten etwas übereifrig, schon am letzten Freitag das Training wiederaufzunehmen, obwohl es von den Behörden keine diesbezüglichen Hinweise gab. Der Trainer Goran Djuricin setzte sich in den Nachtzug aus Wien, als man ihm sagte, es könne jetzt doch erst ab dem 11. Mai wieder trainiert werden. Und als Haas und Berisha am ersten Arbeitstag die Dossiers übergeben werden, machen sie den Eindruck, als wüssten sie noch nicht so genau, worauf sie sich eingelassen haben. So erzählt es jemand, der an der Übergabe dabei war.

Berisha gab kurz nach seiner Ernennung ein Interview im «Blick», das so verstanden werden konnte, als werde GC nun wieder viel Geld ausgeben. «Wir wollen bei GC wieder gross denken», war der Titel, und von Spielern mit grossen Namen war die Rede. Jetzt sagt Berisha: «Als GC den Spieler Richard Nuñez aus Uruguay holte, kannte ihn auch noch niemand. Ziel von uns ist es, wieder einen Nuñez zu entdecken.»

Nicht mit der grossen Kelle
Es ist ein interessantes Geschäftsmodell, das die beiden für die Zukunft geplant haben. Haas sagt: «Das Mindset von GC soll nicht über den Haufen geworfen werden. Wir werden jetzt nicht mit der grossen Kelle anrühren. Der Business-Case ist im Wesentlichen darauf ausgerichtet, die gute Ausbildung der GC-Junioren zu nutzen.» Und Berisha erläutert, was dies bedeutet: «Es kamen immer wieder Junge aus unserer Academy, die man verkaufen musste, um das Defizit zu decken. Diesen Druck gibt es nicht mehr im gleichen Masse.»

Sollten die Grasshoppers in dieser Saison nicht aufsteigen, wird das Budget im gleichen Rahmen bleiben wie jetzt, bei rund 13 Millionen Franken. Wie viel Geld Jenny Wang in den nächsten Jahren in den Klub investieren wird, ist unbekannt. Die Summe kann sich je nach Bedarf von Jahr zu Jahr verändern. Haas sagt: «Es ist keine Defizitgarantie wie früher, sondern Geld, das in den Klub fliesst und als Liquidität zur Verfügung steht. Aber wie viel es ist, kann ich nicht sagen.» In Sachen Transparenz ist das ein Unterschied zu früher, als man wusste, dass die bisherigen Besitzer Peter Stüber und Stephan Anliker für diese Saison je 3,25 Millionen Franken zur Verfügung stellten. Eine russische Investorengruppe, die GC auch übernehmen wollte, aber nicht zum Zug kam, hatte in fünf Jahren 75 Millionen Franken zur Verfügung stellen wollen. Ein solches finanzielles Bekenntnis fehlt bis anhin aus China.

Entscheidend für den Erfolg des Projekts kann sein, ob es Berisha gelingt, den Kontakt zum mächtigen Spielervermittler Jorge Mendes warmzuhalten. Ihn hatte Berisha im November 2018 getroffen, und Mendes war es, der die Türe zu Jenny Wang öffnete. Sollte Mendes einen Sinn darin erkennen, seine Spieler nun auch zu GC zu bringen, eröffnete dies dem Klub auf dem Transfermarkt ungeahnte Möglichkeiten.

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Berti Vogts:
Sex vor einem Spiel? Das können meine Jungs halten, wie sie wollen. Nur in der Halbzeit, da geht nichts.

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