Presse Thread

Alles rund um den Grasshopper-Club Zürich
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Roger B
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Re: Rietiker

#24472 Beitrag von Roger B »

Herr Rietiker soll doch einfach sagen, wer diese ominösen Investoren sind und warum sie GC kaufen wollen. Vorher kann man nicht seriös verhandeln. Eckel 2.0 brauchen wir nicht.

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Anna Huna
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Re: Presse Thread

#24473 Beitrag von Anna Huna »

Rietiker sagt, der Investor sorge für eine «nachhaltige Finanzierung» und stelle eine Defizitgarantie über mehrere Jahre sowie kurzfristige Liquidität zur Verfügung. Zudem bestehe Interesse am Erwerb des Campus, des GC-Trainingszentrums.
Steve Eckel und der Russe wollen den Campus kaufen 😂

AppleBee
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Re: Presse Thread

#24474 Beitrag von AppleBee »

Stark von Gurovits,dass er sich nicht auf diese kindischen Machtspielchen einlässt. Ich empfinde ihn als richtigen Mann für diese Aufgabe. Es ist jedoch schwierig von aussen zu beurteilen, wobei eben auch das wiederum der springende Punkt ist. Gurovits stellt es so clever an, dass keine Infos fliessen und alles unter Verschluss bleibt. Ich erhoffe mir eine künftige Führung, die ihre Linie verfolgt, nicht mit jedem Blödsinn an die Medien tritt und auch gewisse Themen in den eigenen Reihen hält. Meiner Meinung nach sind wir im Moment auf einem guten Weg - und kämpfe GC kämpfe, dass es so bleibt.
Von mir aus kann der Rietiker auch die Tonhalle sponsoren gehen. So aufdringliche Parasiten hatten wir schon zu genüge. Bitte einmal noch Schädlingsbekämpfungsmittel nach Niederhasli bestellen - man dankt.

nolens
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Re: Presse Thread

#24475 Beitrag von nolens »

„GC gibt es mittelfristig entweder an der Spitze der Super League mit europäischen Perspektiven. Oder gar nicht.“

Wenn die ganze Misere des Vereins in einem einzigen Satz zusammengefasst werden müsste, dann ist es dieser. Als könnte man mit Erfolg auch nur ein einziges strukturelles Problem lösen.

Will GC wiederbelebt werden, braucht es alles andere als CL-Fantasien, sondern eine vernünftige, nachhaltige, greifbare Klubpolitik und Vernetzung in Zürich.

oldie
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Re: Presse Thread

#24476 Beitrag von oldie »

nolens hat geschrieben: 29.02.20 @ 10:08 „GC gibt es mittelfristig entweder an der Spitze der Super League mit europäischen Perspektiven. Oder gar nicht.“

Wenn die ganze Misere des Vereins in einem einzigen Satz zusammengefasst werden müsste, dann ist es dieser. Als könnte man mit Erfolg auch nur ein einziges strukturelles Problem lösen.

Will GC wiederbelebt werden, braucht es alles andere als CL-Fantasien, sondern eine vernünftige, nachhaltige, greifbare Klubpolitik und Vernetzung in Zürich.
+1…….. und diese Klubpolitik (Leitbild) müsste doch eigentlich vor den Verhandlungen mit Interessenten formuliert werden.

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Swissrooney
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Re: Rietiker

#24477 Beitrag von Swissrooney »

Kann jemand bitte den Text reinkopieren für die Nichtabonnenten? Vielen Dank!

maddin
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Re: Presse Thread

#24478 Beitrag von maddin »

Die Grasshoppers befinden sich in einem Rosenkrieg
Der frühere Präsident Stephan Rietiker erhebt Vorwürfe. Seine Investorengruppe werde in den Verhandlungen um den Verkauf von GC nicht korrekt behandelt. Der Interimspräsident Andras Gurovits schweigt.

Es steht nicht Aussage gegen Aussage. Es steht ein Wort gegen ein Schweigen. Das ist die neuste Geschichte mitten im Übernahmefieber der Grasshoppers. Und sie droht hässlich zu werden. Der frühere GC-Präsident Stephan Rietiker erhebt Vorwürfe gegen den heutigen Interimspräsidenten Andras Gurovits. Dieser ist seit einiger Zeit damit beauftragt, die Grasshoppers zu verkaufen. Und die Vorhaltung an ihn lautet: Er unterlaufe Rietikers Kaufabsichten, weil er dessen Angebot nicht ernsthaft prüfe.

Rietiker hat einen russischen Investor im Rücken, der GC rund 100 Millionen Franken für fünf Jahre in Aussicht stellen soll. Aber die Verhandlungen mit den Grasshoppers sind gar nie richtig in Schwung gekommen. Schuld daran habe Gurovits, heisst es. Dieser sagt dazu: nichts. Zumindest nichts, was als Echo auf den Vorwurf verstanden werden könnte.

70 Tage war Rietiker im vergangenen Frühling im Amt als GC-Chef. Nun möchte er zurückkehren und interessiert sich für die Übernahme des Fussballklubs. Im November fanden erste Diskussionen statt. Rietiker sagt: «Beim letzten Gespräch wurde vereinbart, dass Herr Gurovits uns klar definierte Unterlagen inklusive einschlägiger Finanzzahlen zur Einsicht gibt. Nach deren Durchsicht würde sodann zeitnah ein Treffen zwischen den Aktionären und dem Investor stattfinden. Leider erhielten wir nur einige völlig belanglose Dokumente, so dass der Prozess bisher nicht fortgesetzt werden konnte.» Die unausgesprochene Anschuldigung dahinter: Gurovits hintertreibe den Prozess und behandle Rietikers Gruppe nicht korrekt.

Persönliche Animositäten?

Warum Gurovits dies tun sollte, ist unklar. Weil er nach einem allfälligen Verkauf bei GC bleiben möchte, Rietiker in seinem Übernahmeszenario aber keinen Platz für ihn vorsieht? Oder weil er das Angebot nicht für seriös und deshalb nicht für prüfenswert hält? Oder aber weil sich die beiden Männer schlicht nicht mehr verstehen, seit Rietiker Anfang Juni Hals über Kopf zurückgetreten ist? In diesem Fall wären persönliche Animositäten der Grund für den Verhandlungsstillstand.

Gurovits könnte in dieser Sache Aufklärung leisten. Auf Anfrage sagt er aber nur: «Zum Stand und Inhalt der Gespräche mit Interessenten kann ich, wie bereits mehrmals erwähnt, weiterhin keine Auskunft geben.» Zu einem unkontrollierbaren Rosenkrieg zwischen den zwei Präsidenten, einem ehemaligen und einem interimistischen, will er es offensichtlich nicht kommen lassen. Gleichzeitig bleibt der Vorwurf so ohne Widerspruch im Raum.

Ein Streitpunkt ist die mangelnde Transparenz hinter Rietikers Kaufangebot – wobei es weniger darum geht, dass der Name des russischen Investors nicht bekanntgegeben wird, sondern mehr um den Zeitpunkt der Nennung dieser Person. Rietiker möchte zuerst Unterlagen einsehen, GC will vorher wissen, um wen es sich beim Russen handelt. Dieser Interessenkonflikt liess sich bisher nicht auflösen. Rietiker besteht aber darauf, dass das Angebot seriös sei. Und er sagt: «Man kann niemanden zu seinem Glück zwingen.»

Amerikanisch gross

Rietiker hat in seiner kurzen Amtszeit Gefallen gefunden am GC-Präsidium. Vermutlich geht es ihm nun einerseits darum, seinen Ruf wiederherzustellen, weil dieser nach dem Abgang gelitten hatte. Anderseits möchte er verhindern, dass es dereinst heissen könnte, es sei halt kein valables Kaufangebot auf dem Tisch gelegen, wenn keine Übernahmelösung gefunden wird. Denn auch wenn die Gespräche mit chinesischen Interessenten weit fortgeschritten sind, GC eine Lizenz für nächste Saison beantragt hat und sich Gurovits zuversichtlich zeigt, bald zu einem Abschluss zu kommen: Die Gefahr, dass sich GC aus dem Profifussball zurückzieht, ist nicht gebannt.

Nicht nur für Rietiker wäre der Rückzug der Worst Case. Aber mit seiner beruflichen Vergangenheit als Arzt und Manager in den USA ist er jemand, der amerikanisch gross denkt. Als GC-Präsident sprach er schon früh von der Champions League als Vision für die Grasshoppers.

Jetzt sagt er: «GC gibt es mittelfristig entweder an der Spitze der Super League mit europäischen Perspektiven. Oder gar nicht.» Und er gibt noch weitere Eckpunkte seines Projekts bekannt. Ziel sei es, GC zu alter Stärke zurückzuführen und den Nachwuchs gezielt zu fördern. Zu diesem Zweck würden Schlüsselpositionen im Management mit ausgewiesenen Profis und der Verwaltungsrat mit erfahrenen Persönlichkeiten neu besetzt. In der Konsequenz hiesse das, dass die bestehende GC-Führungscrew keine Zukunft hätte.

Rietiker sagt, der Investor sorge für eine «nachhaltige Finanzierung» und stelle eine Defizitgarantie über mehrere Jahre sowie kurzfristige Liquidität zur Verfügung. Zudem bestehe Interesse am Erwerb des Campus, des GC-Trainingszentrums. Die Versprechen tönen gut. Aber es bleiben Fragen: Nicht nur jene nach der Identität des spendablen Mannes. Sondern auch jene nach seinen Absichten und seiner Motivation.

kai_stutz
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Re: Presse Thread

#24479 Beitrag von kai_stutz »

maddin hat geschrieben: 29.02.20 @ 16:12 Die Grasshoppers befinden sich in einem Rosenkrieg
Der frühere Präsident Stephan Rietiker erhebt Vorwürfe. Seine Investorengruppe werde in den Verhandlungen um den Verkauf von GC nicht korrekt behandelt. Der Interimspräsident Andras Gurovits schweigt.

Es steht nicht Aussage gegen Aussage. Es steht ein Wort gegen ein Schweigen. Das ist die neuste Geschichte mitten im Übernahmefieber der Grasshoppers. Und sie droht hässlich zu werden. Der frühere GC-Präsident Stephan Rietiker erhebt Vorwürfe gegen den heutigen Interimspräsidenten Andras Gurovits. Dieser ist seit einiger Zeit damit beauftragt, die Grasshoppers zu verkaufen. Und die Vorhaltung an ihn lautet: Er unterlaufe Rietikers Kaufabsichten, weil er dessen Angebot nicht ernsthaft prüfe.

Rietiker hat einen russischen Investor im Rücken, der GC rund 100 Millionen Franken für fünf Jahre in Aussicht stellen soll. Aber die Verhandlungen mit den Grasshoppers sind gar nie richtig in Schwung gekommen. Schuld daran habe Gurovits, heisst es. Dieser sagt dazu: nichts. Zumindest nichts, was als Echo auf den Vorwurf verstanden werden könnte.

70 Tage war Rietiker im vergangenen Frühling im Amt als GC-Chef. Nun möchte er zurückkehren und interessiert sich für die Übernahme des Fussballklubs. Im November fanden erste Diskussionen statt. Rietiker sagt: «Beim letzten Gespräch wurde vereinbart, dass Herr Gurovits uns klar definierte Unterlagen inklusive einschlägiger Finanzzahlen zur Einsicht gibt. Nach deren Durchsicht würde sodann zeitnah ein Treffen zwischen den Aktionären und dem Investor stattfinden. Leider erhielten wir nur einige völlig belanglose Dokumente, so dass der Prozess bisher nicht fortgesetzt werden konnte.» Die unausgesprochene Anschuldigung dahinter: Gurovits hintertreibe den Prozess und behandle Rietikers Gruppe nicht korrekt.

Persönliche Animositäten?

Warum Gurovits dies tun sollte, ist unklar. Weil er nach einem allfälligen Verkauf bei GC bleiben möchte, Rietiker in seinem Übernahmeszenario aber keinen Platz für ihn vorsieht? Oder weil er das Angebot nicht für seriös und deshalb nicht für prüfenswert hält? Oder aber weil sich die beiden Männer schlicht nicht mehr verstehen, seit Rietiker Anfang Juni Hals über Kopf zurückgetreten ist? In diesem Fall wären persönliche Animositäten der Grund für den Verhandlungsstillstand.

Gurovits könnte in dieser Sache Aufklärung leisten. Auf Anfrage sagt er aber nur: «Zum Stand und Inhalt der Gespräche mit Interessenten kann ich, wie bereits mehrmals erwähnt, weiterhin keine Auskunft geben.» Zu einem unkontrollierbaren Rosenkrieg zwischen den zwei Präsidenten, einem ehemaligen und einem interimistischen, will er es offensichtlich nicht kommen lassen. Gleichzeitig bleibt der Vorwurf so ohne Widerspruch im Raum.

Ein Streitpunkt ist die mangelnde Transparenz hinter Rietikers Kaufangebot – wobei es weniger darum geht, dass der Name des russischen Investors nicht bekanntgegeben wird, sondern mehr um den Zeitpunkt der Nennung dieser Person. Rietiker möchte zuerst Unterlagen einsehen, GC will vorher wissen, um wen es sich beim Russen handelt. Dieser Interessenkonflikt liess sich bisher nicht auflösen. Rietiker besteht aber darauf, dass das Angebot seriös sei. Und er sagt: «Man kann niemanden zu seinem Glück zwingen.»

Amerikanisch gross

Rietiker hat in seiner kurzen Amtszeit Gefallen gefunden am GC-Präsidium. Vermutlich geht es ihm nun einerseits darum, seinen Ruf wiederherzustellen, weil dieser nach dem Abgang gelitten hatte. Anderseits möchte er verhindern, dass es dereinst heissen könnte, es sei halt kein valables Kaufangebot auf dem Tisch gelegen, wenn keine Übernahmelösung gefunden wird. Denn auch wenn die Gespräche mit chinesischen Interessenten weit fortgeschritten sind, GC eine Lizenz für nächste Saison beantragt hat und sich Gurovits zuversichtlich zeigt, bald zu einem Abschluss zu kommen: Die Gefahr, dass sich GC aus dem Profifussball zurückzieht, ist nicht gebannt.

Nicht nur für Rietiker wäre der Rückzug der Worst Case. Aber mit seiner beruflichen Vergangenheit als Arzt und Manager in den USA ist er jemand, der amerikanisch gross denkt. Als GC-Präsident sprach er schon früh von der Champions League als Vision für die Grasshoppers.

Jetzt sagt er: «GC gibt es mittelfristig entweder an der Spitze der Super League mit europäischen Perspektiven. Oder gar nicht.» Und er gibt noch weitere Eckpunkte seines Projekts bekannt. Ziel sei es, GC zu alter Stärke zurückzuführen und den Nachwuchs gezielt zu fördern. Zu diesem Zweck würden Schlüsselpositionen im Management mit ausgewiesenen Profis und der Verwaltungsrat mit erfahrenen Persönlichkeiten neu besetzt. In der Konsequenz hiesse das, dass die bestehende GC-Führungscrew keine Zukunft hätte.

Rietiker sagt, der Investor sorge für eine «nachhaltige Finanzierung» und stelle eine Defizitgarantie über mehrere Jahre sowie kurzfristige Liquidität zur Verfügung. Zudem bestehe Interesse am Erwerb des Campus, des GC-Trainingszentrums. Die Versprechen tönen gut. Aber es bleiben Fragen: Nicht nur jene nach der Identität des spendablen Mannes. Sondern auch jene nach seinen Absichten und seiner Motivation.
diese rietiker Männer würden mich aber schon interessieren. man müsste meinen, als Arztverfüge er über ein seriöses Netzwerk. schade wird das wohl nie rauskommen.

Dabbur
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Registriert: 22.06.19 @ 18:52

Re: Presse Thread

#24480 Beitrag von Dabbur »

Denke auch, man sollte alle Optionen prüfen den es geht um das Weiterbestehen von GC. Hoffe, der ZV ist nicht untätig und klärt die Situation zwischen reden beiden.

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