Mir wurde es auch nur auf Youtube vorgeschlagen.Anonymus86 hat geschrieben: ↑24.07.25 @ 17:53 Wurde diese Live übertragen? Warum wird diese nicht angesagt…?
Presse Thread
- NeverGiveUp86
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Re: Presse Thread
eimal Hopper, immer Hopper
Re: Presse Thread
Der Marketing Mitarbeiter hat ein schönes Hemd an
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Re: Presse Thread
Weil Susi & Co an der PK auch nichts gesagt habenAnonymus86 hat geschrieben: ↑24.07.25 @ 17:53 Wurde diese Live übertragen? Warum wird diese nicht angesagt…?
Gefragt wurde im übrigen auch nichts
Gehört habe ich lediglich ein paar Wettsteingeräusche und dass jemand während der PK an der Tür klingelte
Messner, Sutter Family und LAFC RAUS! Hardturm jetztKlegg hat geschrieben:Wir hatten viele Gauner, Halunken, Schmierfinke, Querulanten und Scharlatane bei GC, doch die aktuellen Leichenschänder sind die schlimmsten.
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Kreis10_GCZ
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Re: Presse Thread
Turhan hat sich anders entschieden, scheint aber nicht 100% fix zu sein. Das ist schade.
Ich freue mich gerade wie ein kleines Kind auf die neue Saison. Und das einzig und allein darum, dass wir gefühlt mal wieder seit langem eine Spielidee haben werden und eine Mannschaft auf dem Platz, welche attraktiven Fussball zeigen möchte. Wir werden auf jeden Fall viel mehr Spass am Fussball haben als die letzten paar Jahre. Ob es aber punktemässig viel besser als letztes Jahr sein wird, weiss ich nicht.
Kommt alle ins Stadion und feuern wir unseren geliebten geilen Club an! Allez GC!
Ich freue mich gerade wie ein kleines Kind auf die neue Saison. Und das einzig und allein darum, dass wir gefühlt mal wieder seit langem eine Spielidee haben werden und eine Mannschaft auf dem Platz, welche attraktiven Fussball zeigen möchte. Wir werden auf jeden Fall viel mehr Spass am Fussball haben als die letzten paar Jahre. Ob es aber punktemässig viel besser als letztes Jahr sein wird, weiss ich nicht.
Kommt alle ins Stadion und feuern wir unseren geliebten geilen Club an! Allez GC!
Re: Presse Thread
In den letzten Jahren (Jahrzehnten) gab es auch ein paar nicht so hell leuchtende Kerzen. Möge der Leuchtturm bessere Ortientierung bringen. Ein Leuchtturm der jedem Sturm trotzt und den Schiffen Orientierung, Hilfe, Sicherheit bietet und so je länger je weniger Stürme auf uns zukommen werden (höchstens noch ein Sturm im Wasserglas, wenn der Blick wieder mal eine Schlagzeile raushaut, weil sie Unruhe stiften wollen).
In den letzten Jahren (Jahrzehnten) holte man teils Spieler aus aller Welt. Völlig wild zusammengewürfelt. Spieler die mal tschutten konnten, solche die es nie lernten, andere, gepackt vom Niederhasli-Fluch, welche nur während der GC-Zeit nicht kicken konnten und dann noch die, die nie ankamen, weil sie sich sofort dauerthaft verletzten.
Gesucht wurde ein sehr warhscheinlich jeweils ein positionsgetreuer Spieler. Wie man spielt, wurde dem Trainer überlassen. Wenn dann plötzlich der AV auch bis nach vorne rennen musste, der Stürmer auch verteidigen musste, passte dies halt nicht auf Anhieb. Nach der Entlassung des Trainers kann man ja wieder eine neue Mannschaft zusammenstellen und nach dessen Entlassung erneut.
So hatte man dann Spieler, die sich auf dem Platz nicht verstanden, zusammen nicht harmonierten und ohne Spielplan. Ein nicht vorhandenes, bzw. dauernd von neuem angepassten Spielsystem tut das seine. So auch immer wieder der Eindruck eines Fehlpasskonzertes, riesiger Leistungsschwankungen und die immer währende Frage: Was trainieren die eigentlich?
Stand jetzt, würde ich sagen, dass Sutter und Scheiblehner sich über das Wie des aktiven Fussballs einig sind.
Sutter weiss, welche Spieler er dazu braucht (fussballerische Eigenschaften, persönlicher Charakter). Sutter sagte gestern selbst, dass es die Aufgabe leichter machte, dass so viele Verträge ausliefen und er so die neue Mannschaft besser zusammenstellen konnte.
Mit den vielen Jungen ist es eine Hochrisikostrategie, die mit diesem Trainer und einem Sportchef der nicht sofort den Trainer entlässt (auch unter Zeidler hatte St. Gallen mehrere Baissen, vor allem in der Rückrunde) gut gehen kann.
Beim kritisierten Leihgeschäft, gab es auch einen Schritt zurück. Aktuell sind in der 1. Mannschaft nur Asp Jensen und Dettoni von den Bayern ausgeliehen.
Da der reiche Onkel aus den USA zwar generös die Schulden übernimmt, aber sonst etwas knauserig ist, bleibt nicht viel Platz für eine andere Strategie. Nur Mannschaften die es sich leisten können, holen in der Schweiz Spieler mit Erfahrung und auch da nicht mehr alle (Pumuckl-Mäzenin).
Im Winter 25/26 wird man sich (spätestens) über Bettkober, Paskotsi und Abels Gedanken machen müssen. Deren Verträge laufen nächsten Sommer aus. Nicht dass die beiden erstgenannten diese Saison zwei, drei Schritte vorwärts machen und dann gratis gehen.
Hoffen wir auf eine unerwartet gute Saison und viel Freude am neuen, jungen, erfolgshungrigen, zielstrebigen und resilienten GC.
Re: Presse Thread
Es transportiert aber auch Egozentrismus und insofern auch der Anspruch, dass man ihm folgt. Ich glaube, wir sprechen von der selben Medaille, die einfach zwei Seiten hat. Wenn's gut läuft, dann findet der Blickjourni die Aussage glatt, wenn's schlecht läuft, dann halt eben nicht.
Re: Presse Thread
"Mir verschtönd eu ja... All wänd zwüschäd ihrne Lumpä s'Libli vom Rekordmeischter ha" -Sektor IV (Banner, 2. Dezember 2012)
Re: Presse Thread
Danke, war sehr lesenswert! Ich sehe es sehr ähnlich wie du.Sergio+ hat geschrieben: ↑24.07.25 @ 18:27In den letzten Jahren (Jahrzehnten) gab es auch ein paar nicht so hell leuchtende Kerzen. Möge der Leuchtturm bessere Ortientierung bringen. Ein Leuchtturm der jedem Sturm trotzt und den Schiffen Orientierung, Hilfe, Sicherheit bietet und so je länger je weniger Stürme auf uns zukommen werden (höchstens noch ein Sturm im Wasserglas, wenn der Blick wieder mal eine Schlagzeile raushaut, weil sie Unruhe stiften wollen).
In den letzten Jahren (Jahrzehnten) holte man teils Spieler aus aller Welt. Völlig wild zusammengewürfelt. Spieler die mal tschutten konnten, solche die es nie lernten, andere, gepackt vom Niederhasli-Fluch, welche nur während der GC-Zeit nicht kicken konnten und dann noch die, die nie ankamen, weil sie sich sofort dauerthaft verletzten.
Gesucht wurde ein sehr warhscheinlich jeweils ein positionsgetreuer Spieler. Wie man spielt, wurde dem Trainer überlassen. Wenn dann plötzlich der AV auch bis nach vorne rennen musste, der Stürmer auch verteidigen musste, passte dies halt nicht auf Anhieb. Nach der Entlassung des Trainers kann man ja wieder eine neue Mannschaft zusammenstellen und nach dessen Entlassung erneut.
So hatte man dann Spieler, die sich auf dem Platz nicht verstanden, zusammen nicht harmonierten und ohne Spielplan. Ein nicht vorhandenes, bzw. dauernd von neuem angepassten Spielsystem tut das seine. So auch immer wieder der Eindruck eines Fehlpasskonzertes, riesiger Leistungsschwankungen und die immer währende Frage: Was trainieren die eigentlich?
Stand jetzt, würde ich sagen, dass Sutter und Scheiblehner sich über das Wie des aktiven Fussballs einig sind.
Sutter weiss, welche Spieler er dazu braucht (fussballerische Eigenschaften, persönlicher Charakter). Sutter sagte gestern selbst, dass es die Aufgabe leichter machte, dass so viele Verträge ausliefen und er so die neue Mannschaft besser zusammenstellen konnte.
Mit den vielen Jungen ist es eine Hochrisikostrategie, die mit diesem Trainer und einem Sportchef der nicht sofort den Trainer entlässt (auch unter Zeidler hatte St. Gallen mehrere Baissen, vor allem in der Rückrunde) gut gehen kann.
Beim kritisierten Leihgeschäft, gab es auch einen Schritt zurück. Aktuell sind in der 1. Mannschaft nur Asp Jensen und Dettoni von den Bayern ausgeliehen.
Da der reiche Onkel aus den USA zwar generös die Schulden übernimmt, aber sonst etwas knauserig ist, bleibt nicht viel Platz für eine andere Strategie. Nur Mannschaften die es sich leisten können, holen in der Schweiz Spieler mit Erfahrung und auch da nicht mehr alle (Pumuckl-Mäzenin).
Im Winter 25/26 wird man sich (spätestens) über Bettkober, Paskotsi und Abels Gedanken machen müssen. Deren Verträge laufen nächsten Sommer aus. Nicht dass die beiden erstgenannten diese Saison zwei, drei Schritte vorwärts machen und dann gratis gehen.
Hoffen wir auf eine unerwartet gute Saison und viel Freude am neuen, jungen, erfolgshungrigen, zielstrebigen und resilienten GC.
Re: Presse Thread
GC und die Frage, was der Aufbruch kosten darf
Die Grasshoppers sind am Samstag der erste Gegner des FC Luzern. Die Aufbruchstimmung beim Rekordmeister konterkariert die Sparzwänge der amerikanischen Investoren.
Nicola Berger
24.07.2025, 05.00 Uhr
Jetzt kommentieren
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GC-Trainer Gerald Scheiblehner (mit Ball): Sein Team ist derzeit noch eine Art Baustelle.
GC-Trainer Gerald Scheiblehner (mit Ball): Sein Team ist derzeit noch eine Art Baustelle.
Bild: Roger Albrecht/Freshfocus
(Niederhasli, 19. 7. 2025)
Im Januar 2024 haben mit den Besitzern des Los Angeles FC solvente amerikanische Investoren den Grasshopper-Club übernommen. Seither konnte GC den Abstieg zweimal nur in extremis abwenden, via Barrage. Dem Publikum wurde zumeist schauriger Fussball geboten, zuletzt etwa unter dem Trainer Tomas Oral, unter dem so etwas wie eine Spielidee meist bestenfalls schemenhaft zu erkennen war.
Oral ist nicht mehr da, sein Vertrag wurde nicht verlängert – er war eine Restanz des im Mai entlassenen Sportchefs Stephan Schwarz, einem Deutschen, von dem vor allem in Erinnerung bleibt, dass er die schleppend verlaufende Stürmersuche im Sommer 2024 so kommentierte: «Man muss auch mal ganz deutlich sagen, dass es aufgrund der Vergangenheit nicht so ist, dass jeder Spieler, den man anspricht, ‹Hurra› schreit, wenn man ‹Grasshopper-Club Zürich› sagt.»
Interessanterweise ist es so, dass es in Zürich aufgrund der Vergangenheit nicht so ist, dass jeder, den man anspricht, «Hurra» schreit, wenn man «Stephan Schwarz» sagt. Die Transferbilanz von Schwarz war mager, unter ihm verpflichtete GC vor allem in Vergessenheit geratene Fussballer aus dem deutschen Markt. Manche von ihnen hatten ihre Zukunft hinter sich, der Spielmacher Sonny Kittel etwa.
Sutter steht für den Aufbruch
Auf Schwarz ist im Mai Alain Sutter gefolgt, ein klingender Name im Schweizer Fussball; einer mit GC-Vergangenheit, der die Hochphase dieses Klubs nicht nur aus salbungsvollen Erzählungen kennt – er holte mit GC als Spieler vier Titel. Sutter, 57, hat im GC-Lager so etwas wie eine Aufbruchstimmung ausgelöst. Aber auch er ist mit der Realität konfrontiert, dass der Schweizer Rekordmeister bei den eigenen Klubbesitzern eine, sagen wir, nachgelagerte Priorität besitzt. Die amerikanischen Besitzer wollen sparen, so viel ist klar – und sei der Preis für diesen Kurs eine dritte Barrage-Teilnahme. «Ich muss LA davon überzeugen, dass es sich lohnt, zu investieren», sagte Sutter im Juni.
Es ist eine stimmige Formulierung, denn an Kapital mangelt es den Amerikanern nicht. In der Major League Soccer (MLS) gehört der Los Angeles FC zu den ausgabefreudigsten Klubs: Mit einer Salärmasse von knapp 19 Millionen Dollar bewegt sich das Team im obersten Drittel der Finanztabelle; allein der französische Stürmer Olivier Giroud verdient mehr als 3 Millionen Franken pro Jahr. Und gerade ist der Klub daran, den bei den Bayern ausrangierten Thomas Müller für einen Wechsel nach Kalifornien zu begeistern. Müller, 35, soll sich gemäss deutschen Medienberichten zwischen dem LA FC und dem FC Cincinnati entscheiden.
Doch der Kontrast zwischen der fussballerischen Traumfabrik in Hollywood und der europäischen Zweigstelle in Zürich ist frappant. GC hat im Geschäftsjahr 2024 14 Millionen Franken verloren. Es ist eine aberwitzige Summe, und als Eigentümer kann man schon zum Schluss gelangen, dass das zu viel ist. Vor allem gemessen am Produkt, dem oft so freudlosen Fussball der letzten Saison. GC hat bisher viele Abgänge vermeldet, etwa jenen des japanischen Innenverteidigers Ayumu Seko zu Le Havre. Und wenig Zuzüge getätigt; der wichtigste dürfte jener des Österreichers Gerald Scheiblehner sein. Scheiblehner, 48, ist der neunte Coach seit 2020. Um sich in das Engagement in Zürich stürzen zu können, nutzte er bei Blau-Weiss Linz eine Ausstiegsklausel und unterschrieb einen Zweijahresvertrag. Vielleicht ist es diese Art von beschwingtem Bekenntnis, die bei GC zu so etwas wie Konstanz führen kann.
Das Bayern-Talent ist gegen den FCL nicht dabei
Doch auch mit dem Enthusiasmus Scheiblehners kündigt sich die Saison als diffizil an, was für den Anhang ein vertrautes Phänomen darstellt: Seit 2016 hat GC nie mehr die Top 4 erreicht und europäisch gespielt. Hoffnung macht Jonathan Asp Jensen, eine dänische Leihgabe der Bayern, die allerdings gegen den FCL offenbar noch nicht spielberechtigt ist. Jensen war der Lichtblick einer Vorbereitung, an deren Ende Scheiblehner dem «Blick» sagte: «Wir sind schon noch weit weg von dem, was wir spielen wollen.»
Wahrscheinlich ist das eine gute Nachricht. Es wäre irritierend, hätte das Team alle Ideen des neuen Trainers nach nur einem Monat verinnerlicht. Es ist ein Indiz dafür, dass GC seine Ambitionen nicht weiter nur darauf beschränkt, mit Verweigerungsfussball genügend Unentschieden zu ermauern, um irgendwie in der Liga zu bleiben.
Die Grasshoppers sind am Samstag der erste Gegner des FC Luzern. Die Aufbruchstimmung beim Rekordmeister konterkariert die Sparzwänge der amerikanischen Investoren.
Nicola Berger
24.07.2025, 05.00 Uhr
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GC-Trainer Gerald Scheiblehner (mit Ball): Sein Team ist derzeit noch eine Art Baustelle.
GC-Trainer Gerald Scheiblehner (mit Ball): Sein Team ist derzeit noch eine Art Baustelle.
Bild: Roger Albrecht/Freshfocus
(Niederhasli, 19. 7. 2025)
Im Januar 2024 haben mit den Besitzern des Los Angeles FC solvente amerikanische Investoren den Grasshopper-Club übernommen. Seither konnte GC den Abstieg zweimal nur in extremis abwenden, via Barrage. Dem Publikum wurde zumeist schauriger Fussball geboten, zuletzt etwa unter dem Trainer Tomas Oral, unter dem so etwas wie eine Spielidee meist bestenfalls schemenhaft zu erkennen war.
Oral ist nicht mehr da, sein Vertrag wurde nicht verlängert – er war eine Restanz des im Mai entlassenen Sportchefs Stephan Schwarz, einem Deutschen, von dem vor allem in Erinnerung bleibt, dass er die schleppend verlaufende Stürmersuche im Sommer 2024 so kommentierte: «Man muss auch mal ganz deutlich sagen, dass es aufgrund der Vergangenheit nicht so ist, dass jeder Spieler, den man anspricht, ‹Hurra› schreit, wenn man ‹Grasshopper-Club Zürich› sagt.»
Interessanterweise ist es so, dass es in Zürich aufgrund der Vergangenheit nicht so ist, dass jeder, den man anspricht, «Hurra» schreit, wenn man «Stephan Schwarz» sagt. Die Transferbilanz von Schwarz war mager, unter ihm verpflichtete GC vor allem in Vergessenheit geratene Fussballer aus dem deutschen Markt. Manche von ihnen hatten ihre Zukunft hinter sich, der Spielmacher Sonny Kittel etwa.
Sutter steht für den Aufbruch
Auf Schwarz ist im Mai Alain Sutter gefolgt, ein klingender Name im Schweizer Fussball; einer mit GC-Vergangenheit, der die Hochphase dieses Klubs nicht nur aus salbungsvollen Erzählungen kennt – er holte mit GC als Spieler vier Titel. Sutter, 57, hat im GC-Lager so etwas wie eine Aufbruchstimmung ausgelöst. Aber auch er ist mit der Realität konfrontiert, dass der Schweizer Rekordmeister bei den eigenen Klubbesitzern eine, sagen wir, nachgelagerte Priorität besitzt. Die amerikanischen Besitzer wollen sparen, so viel ist klar – und sei der Preis für diesen Kurs eine dritte Barrage-Teilnahme. «Ich muss LA davon überzeugen, dass es sich lohnt, zu investieren», sagte Sutter im Juni.
Es ist eine stimmige Formulierung, denn an Kapital mangelt es den Amerikanern nicht. In der Major League Soccer (MLS) gehört der Los Angeles FC zu den ausgabefreudigsten Klubs: Mit einer Salärmasse von knapp 19 Millionen Dollar bewegt sich das Team im obersten Drittel der Finanztabelle; allein der französische Stürmer Olivier Giroud verdient mehr als 3 Millionen Franken pro Jahr. Und gerade ist der Klub daran, den bei den Bayern ausrangierten Thomas Müller für einen Wechsel nach Kalifornien zu begeistern. Müller, 35, soll sich gemäss deutschen Medienberichten zwischen dem LA FC und dem FC Cincinnati entscheiden.
Doch der Kontrast zwischen der fussballerischen Traumfabrik in Hollywood und der europäischen Zweigstelle in Zürich ist frappant. GC hat im Geschäftsjahr 2024 14 Millionen Franken verloren. Es ist eine aberwitzige Summe, und als Eigentümer kann man schon zum Schluss gelangen, dass das zu viel ist. Vor allem gemessen am Produkt, dem oft so freudlosen Fussball der letzten Saison. GC hat bisher viele Abgänge vermeldet, etwa jenen des japanischen Innenverteidigers Ayumu Seko zu Le Havre. Und wenig Zuzüge getätigt; der wichtigste dürfte jener des Österreichers Gerald Scheiblehner sein. Scheiblehner, 48, ist der neunte Coach seit 2020. Um sich in das Engagement in Zürich stürzen zu können, nutzte er bei Blau-Weiss Linz eine Ausstiegsklausel und unterschrieb einen Zweijahresvertrag. Vielleicht ist es diese Art von beschwingtem Bekenntnis, die bei GC zu so etwas wie Konstanz führen kann.
Das Bayern-Talent ist gegen den FCL nicht dabei
Doch auch mit dem Enthusiasmus Scheiblehners kündigt sich die Saison als diffizil an, was für den Anhang ein vertrautes Phänomen darstellt: Seit 2016 hat GC nie mehr die Top 4 erreicht und europäisch gespielt. Hoffnung macht Jonathan Asp Jensen, eine dänische Leihgabe der Bayern, die allerdings gegen den FCL offenbar noch nicht spielberechtigt ist. Jensen war der Lichtblick einer Vorbereitung, an deren Ende Scheiblehner dem «Blick» sagte: «Wir sind schon noch weit weg von dem, was wir spielen wollen.»
Wahrscheinlich ist das eine gute Nachricht. Es wäre irritierend, hätte das Team alle Ideen des neuen Trainers nach nur einem Monat verinnerlicht. Es ist ein Indiz dafür, dass GC seine Ambitionen nicht weiter nur darauf beschränkt, mit Verweigerungsfussball genügend Unentschieden zu ermauern, um irgendwie in der Liga zu bleiben.
Mein erstes GC-Spiel im Hardturm: https://www.weltfussball.com/spielbericht/super-league-2002-2003-grasshoppers-zuerich-fc-zuerich/#redirect