Die Stossrichtung ist gut und -meistens- korrekt.Dazzle hat geschrieben:Ich tue mir den Grasshopper-Club Zürich seit mittlerweile fast 40 Jahren "an". Während diesen Zeiten gab es immer Hoch und Tiefs. Was allerdings in den letzten Monaten bei unserem Lieblingsverein abgegangen ist, habe ich so noch nie erlebt.
DAS grosse Hauptproblem ist aus meiner Sicht die fehlende Identifikation des kickenden und coachenden Personals mit dem Verein. Ich glaube nicht, dass irgendeiner unserer 18 bis 20jährigen Balkan-Jungs als kleiner Knabe fahnenschwingend im GC-Fanblock stand. Im Gegenteil. Ich behaupte einmal, dass es sämtlichen Spielern völlig egal wäre, statt dem GC-Leibchen das FCZ-Shirt überzuziehen. Hauptsache es kommt Ende Monat ein schöner Batzen aufs Konto welcher für ein schnelles Auto, regelmässige Coiffeurbesuche und ein neues Tattoo reicht. Und dies erachte ich im Abstiegskampf als brandgefährlich. Getreu dem Motto: Wenn GC absteigt, spiele ich nächste Saison halt für Lugano, Thun oder Xamax. Die Identifikation fehlt gänzlich. Hinzu kommt, dass sich vor 10 oder 15 Jahren Spieler nach einer Derbyniederlage wochenlang nicht mehr in die Stadt getrauten, da sie dem Spott des "Volkes" ausgesetzt waren. Heutzutage kennt diese Typen doch kein Mensch mehr. Sind wir mal ehrlich. Wenn sich heute Nachmittag einer dieser Balkan-Fraktion neben mich ins Tram setzen würde, käme mir (wenn überhaupt) sein Gesicht bekannt vor. Ob es allerdings Taipi, Kodro, Lika, Kapic oder Pnishi wäre, würde sich meiner Kenntnis entziehen.
Ich bin nicht ausländerfeindlich. Aber ein Spieler, welcher als "EINE VO EUS" bezeichnet werden könnte fehlt im momentanen Kader gänzlich. Ich wüsste nicht einen Namen, welchem ich grossartige Verdienste um unseren GCZ attestieren könnte. Und genau das fehlt mir. In der vergangenen Woche habe ich in einem Interview mit Alain Nef gelesen (wahrlich kein Freund von mir), dass es ihm (sinngemäss) missfalle, wenn sich Spieler des FCZ und von GC neben dem Fussballplatz als Freunde bezeichnen. Voilà. Das nenne ich Rivalität. Und die braucht es...
auf und neben dem Platz.
Daher fordere ich für die neue Saison Leute, welche diesen Virus bereits in sich tragen oder zumindest verstehen.
Konkret:
Marcel Koller als Trainer
Stephan Lichtsteiner als Sportchef (da würde sich nach einer Leistung wie gegen Thun kein Spieler mehr in die Kabine getrauen)
Dazu drei bis vier erfahrene "Schweizer" als Agressivleader, denen man zumindest die Gepflogenheiten und Rivalitäten im Schweizer Fussball nicht erklären muss.
Namen? Schneuwly. Hediger. Lustenberger, Glarner, etc. Wir brauchen im Moment keine Diven, wir brauchen Persönlichkeiten.
Ich habe fertig.
Die Details nicht ganz.
Ueberhaupt nicht (Koller, Hediger etc)
Finde ich.