Quo vadis GC?
Re: Quo vadis GC?
Ich habe den Besitzerwechsel ziemlich emotionslos aufgenommen. Einerseits bin ich erleichtert, dass endlich Mal Klarheit besteht, wie es weitergeht und auch wieder Transfers gemacht werden können. Anderseits ist es jetzt auch nicht eine Lösung, welche mich jetzt extrem erfreut.
Schlussendlich ist man auch wieder Teil eines Firmengeflechts, wo man wieder nicht die erste Geige spielt. Klar, die Hoffnung besteht, dass es zumindest professioneller aufgezogen wird als das der Chinesen. Das wird man dann sehen, noch gibt es viele Fragezeichen.
Schlussendlich ist man auch wieder Teil eines Firmengeflechts, wo man wieder nicht die erste Geige spielt. Klar, die Hoffnung besteht, dass es zumindest professioneller aufgezogen wird als das der Chinesen. Das wird man dann sehen, noch gibt es viele Fragezeichen.
- Alexandre Comisetti
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Re: Quo vadis GC?
Super Beitrag!oberyn hat geschrieben: ↑17.01.24 @ 22:45meine vermutung ist, dass die einfache keine Ahnung vom Fussball-Business haben. sie haben, wie bei uns, die Wolves zum Aufstieg gebracht und dann stagnieren die Resultate. Man schaut sich dieses Statement des Wolves präsi an und da bekommt man ein Gefühl wie naiv die scheinbar sind. In England ist die Liga riesig, es steigt nicht möglicherweise ein Fünftel der Liga einfach ab, der Unterschied zwischen Abstiegskampf und Meisterrennen ist viel kleiner. mit den paar Portugiesen, die Mendes ihnen angedreht hat, waren sie da am Anfang nicht so schlecht aufgestellt. Dann beisst ihnen das FFP in den A*.yes hat geschrieben: ↑17.01.24 @ 21:39 Was ich bis heute nicht verstehe, ist warum die Chinesen GC so planlos übernommen und geführt haben. Und es ist sie teuer zu stehen gekommen, da sie 4 Jahre lang das Defizit getragen haben. (Danke dafür)
Man muss jetzt wirklich nicht ein Business Genie oder Insider sein um zu wissen, dass in einer Liga wie der Super League mit relativ wenigen Live-Zuschauern, wenigen Einnahmen mit Sponsoring und Merchandise und fast keinen TV-Geldern der „Handel“ mit Spielern das Wichtigste ist (und ggf. Prämien aus CL/EL/CL). Und um Spieler aus einer kleinen Liga zu hohen Ablösesummen verkaufen zu können, ist es *essentiell*, dass sie europäisch gespielt haben. Auch für den anderen Businessplan von Fosun, als Ausbildungsverein für Wolverhampton günstig Leihspieler zu verbessern, funktioniert niemals mit jetzigen Verhältnissen, da der Sprung von der unteren Super League Hälfte in die Premier League viel zu hoch ist. Toti Gomes ist mWn der einzige in 4 Jahren, der doch den Sprung geschafft hat (viel zu wenig um ein solches Konstrukt zu rechtfertigen).
Fosun hat nie etwas investiert um ein Team zusammenzustellen, dass ernsthaft eine Chance auf einen EL Gruppenphase Platz hatte, geschweige denn in die CL zu kommen. Die meisten, der ausgeliehenen Spieler war von den Fähigkeiten so schlecht, dass sie sich bei uns nichteinmal in die Startelf spielen konnten und >21 Jahre alt, also zu alt, dass noch grosse Fortschritte zu erwarten waren. D.h. die Wahrscheinlichkeit je bei Wolverhampton in der 1. Mannschaft etwas zu reissen praktisch bei 0. Ich denke dabei an Spieler wie zB Connor Ronan. Ohne je richtig zu investieren und ein paar durchschnittlichen Leihspielern als das höchste der Gefühle ist es halt wirklich kein Wunder, dass der Club in etwa so defizitär war wie unter Anliker. (Nicht das ich Fosun, da eine Träne nachweine, aber für uns ist es auch schlecht.)
Ich hoffe die Amerikaner machen es unser- und ihretwillen besser und wissen wie man im 21. Jahrhundert mit Klubfussball Geld verdient. Ansonsten werden wir im besten Fall wieder nach 3-4 Jahren weitergereicht und etwas Langfristiges kann nie entstehen, oder sonst, in einem weniger guten Fall, endet es direkt mit einem Konkurs.
gleichwohl hätten sie verstehen müssen, dass man in der Super League die kleinste Hürde hat zum europäischen Geschäft. Diesen Sommer hat die Hälfte aller Teams in kontinentalen Wettbewerben mitgemacht. Das hätte einfach die Ambition der Chinesen sein müssen für uns, damit die von Wolves bei uns geparkten Spieler sich international zeigen können. Dann wäre ein Bendeguz Bolla schon lange für einen Millionbetrag verkauft worden, statt dass man wieder in unserer Liga nach einem Abnehmer für ihn sucht. Was wird nächsten Sommer mit Theo Corbeanu geschehen? Noch eine Leihe, weil er bei uns nichts zu lernen hatte weil er der technisch beste im Kader war? Oder wird der auch verscherbelt wie Hayao? Fakt ist, dass GC nie genug aufgebaut wurde, um ihre Jungstars weiterzubringen. Denn ausser ein paar Ausnahmen, waren die Wolves leihen und auch fix transferierte spieler immer stark (Jordao und Jeong sind da die Ausnahmen).
Am Ende der Chinesenära, kann man eigentlich nur froh sein, dass sie fertig ist. Immerhin haben sie uns zum Aufstieg verholfen und das Defizit gedeckt. und zuletzt wohl auch noch ihre finanziellen Ansprüche für die Übernahme etwas gesenkt, damit diese möglich war.
Re: Quo vadis GC?
Harald Gärtner:
"Aber ich sage immer: Es ist wichtig, wenn einer kommt, dann muss er uns verstärken und er muss besser sein als die, die da sind".
Wird dieser Weg wirklich eingeschlagen und konsequent durchgezogen, dann kann man Erfolg haben. Man stelle
sich vor, die Zeiten der "auf gut Glück"- und Alibitransfers könnten tatsächlich vorbei sein. Das wäre ein absoluter game changer.
Andererseits klingt dies gar nicht nach einer glaubwürdigen Strategie für ein solches Konstrukt in welchem wir uns abermals befinden. Leider.
"Aber ich sage immer: Es ist wichtig, wenn einer kommt, dann muss er uns verstärken und er muss besser sein als die, die da sind".
Wird dieser Weg wirklich eingeschlagen und konsequent durchgezogen, dann kann man Erfolg haben. Man stelle
sich vor, die Zeiten der "auf gut Glück"- und Alibitransfers könnten tatsächlich vorbei sein. Das wäre ein absoluter game changer.
Andererseits klingt dies gar nicht nach einer glaubwürdigen Strategie für ein solches Konstrukt in welchem wir uns abermals befinden. Leider.
«We demand success and we will spend accordingly»
- Stacy Johns, 17. Januar 2024
«Wir werden eines der kleinsten Budgets haben in der Liga und uns diesbezüglich unter den letzten drei bewegen»
- Alain Sutter, 4. Juni 2025
- Stacy Johns, 17. Januar 2024
«Wir werden eines der kleinsten Budgets haben in der Liga und uns diesbezüglich unter den letzten drei bewegen»
- Alain Sutter, 4. Juni 2025
Re: Quo vadis GC?
Ich denke das hat sicher mehrere Gründe. Ich vermute, dass man vor Corona durchaus noch grössere Pläne hatte, das war ja lange auch vom Staat China her gewünscht, dass China im Sportlichen Bereich mehr Einfluss nimmt international. So hat Fosun bei Wolverhampton ja eigentlich auch ganz gute Ergebnisse eingefahren. Die wurden 2016 in der Championship übernommen, wurden in der ersten Saison noch 16. in der zweithöchsten Liga (sind erst zwei Jahre vorher von der dritten Liga aufgestiegen). Stiegen dann in der Saison 17/18 in die Premiere League auf und wurden dort gleich zwei mal Siebter. Da stieg Fosun bei GC ein. Es war also nicht so, dass das alles total Aussichtslos gewesen wäre. Jedoch hatte man definitiv von Anfang an grosse Fehler gemacht. Ich meine das hat ja angefangen mit Haas und Berisha. Zwei Leute von denen kein Mensch je was gehört haben und mit Null Leistungsausweis sind plötzlich Teil der GC Führungsetage. Dann das völlig fehlende Verständnis was wichtig ist für die Akzeptanz in der Schweiz, zB Nahbar und Sichtbar zu sein, Red- und Antwort zu stehen usw.yes hat geschrieben: ↑17.01.24 @ 21:39 Was ich bis heute nicht verstehe, ist warum die Chinesen GC so planlos übernommen und geführt haben. Und es ist sie teuer zu stehen gekommen, da sie 4 Jahre lang das Defizit getragen haben. (Danke dafür)
Man muss jetzt wirklich nicht ein Business Genie oder Insider sein um zu wissen, dass in einer Liga wie der Super League mit relativ wenigen Live-Zuschauern, wenigen Einnahmen mit Sponsoring und Merchandise und fast keinen TV-Geldern der „Handel“ mit Spielern das Wichtigste ist (und ggf. Prämien aus CL/EL/CL). Und um Spieler aus einer kleinen Liga zu hohen Ablösesummen verkaufen zu können, ist es *essentiell*, dass sie europäisch gespielt haben. Auch für den anderen Businessplan von Fosun, als Ausbildungsverein für Wolverhampton günstig Leihspieler zu verbessern, funktioniert niemals mit jetzigen Verhältnissen, da der Sprung von der unteren Super League Hälfte in die Premier League viel zu hoch ist. Toti Gomes ist mWn der einzige in 4 Jahren, der doch den Sprung geschafft hat (viel zu wenig um ein solches Konstrukt zu rechtfertigen).
Fosun hat nie etwas investiert um ein Team zusammenzustellen, dass ernsthaft eine Chance auf einen EL Gruppenphase Platz hatte, geschweige denn in die CL zu kommen. Die meisten, der ausgeliehenen Spieler war von den Fähigkeiten so schlecht, dass sie sich bei uns nichteinmal in die Startelf spielen konnten und >21 Jahre alt, also zu alt, dass noch grosse Fortschritte zu erwarten waren. D.h. die Wahrscheinlichkeit je bei Wolverhampton in der 1. Mannschaft etwas zu reissen praktisch bei 0. Ich denke dabei an Spieler wie zB Connor Ronan. Ohne je richtig zu investieren und ein paar durchschnittlichen Leihspielern als das höchste der Gefühle ist es halt wirklich kein Wunder, dass der Club in etwa so defizitär war wie unter Anliker. (Nicht das ich Fosun, da eine Träne nachweine, aber für uns ist es auch schlecht.)
Ich hoffe die Amerikaner machen es unser- und ihretwillen besser und wissen wie man im 21. Jahrhundert mit Klubfussball Geld verdient. Ansonsten werden wir im besten Fall wieder nach 3-4 Jahren weitergereicht und etwas Langfristiges kann nie entstehen, oder sonst, in einem weniger guten Fall, endet es direkt mit einem Konkurs.
Dann kamen aber in meinen Augen vor allem drei Dinge welche wohl zu den Hauptgründen gehören warum das nie wirklich was wurde:
1. Die FIFA hat gleich nach der Übernahme von GC die Regeln verschärft und auch die Englische Liga hat die Transferregeln verschärft. Dies hat den Chinesen so doch ziemlich in die Suppe gespuckt. Dass man nur noch drei Spieler verleihen durfte war für das Konstrukt ein echtes Problem, vor allem auch wegen den Regeln der Premiere League. Denn eigentlich könnte man ja innerhalb des Konstrukts die Spieler einfach transferieren (so wie es der FC Liefering, RB Salzburg und RB Leipzig schon seit Jahren machen). Dann kamen die rigorosen neuen Regeln der Englischen Liga dazu, welche mittels Punkte System klar regeln, welche Spieler von Englischen Clubs gekauft werden können. Darum wurde Kawabe ja so schnell gekauft und sofort wieder ausgeliehen. Es war also gar nicht möglich Spieler zu GC zu verkaufen und dann nach zwei Jahren zurück zu kaufen
2. Die Stadion Situation. Ich bin (ohne dass ich es weiss) absolut überzeugt, dass die Chinesen fest davon ausgingen, dass GC innerhalb drei, vier Jahren ein eigenes Stadion haben werden. Die waren sich definitiv nicht bewusst, was für Rechte es in der Schweiz gibt und wie lange man ein solches Projekt verzögern kann. Denke auch nicht, dass ein Gurovits dies an die grosse Glocke gehängt hat bei den Verhandlungen, wäre ja blöd gewesen. Mit den Einsprachen und der Erkenntnis, dass es im Minimum noch gaaaanz lange gehen wird bis ein Stadion kommt, war auch dies sicher ein Grund dafür, dass man aussteigen wollte.
3. Chinas Regierung gibt die Strategie vor. Für uns unvorstellbar, für Chinesen schlicht normal. Und hier gab es eine klare Wendung, man hat sich vom Ziel losgesagt im Fussball eine grosse Nummer zu werden. Und das hat direkt Einfluss auf die Investoren, auch im Ausland. Kann man zum Beispiel hier nachlesen: https://www.dw.com/de/china-investoren- ... a-57169177
Ich bin froh, dass diese Ära nun zu Ende ist. Wie ich vor langer Zeit mal geschrieben habe, ich werde auch noch da sein und GC Fan sein, wenn die Chinesen weg sind und das ist genau Heute der Fall!
Ich bin aber dankbar, dass wir mit den Chinesen Seriöse Eigentümer hatten, oder ich muss es anders formulieren, verlässliche Eigentümer. Sie haben uns nicht nur durch die Corona Zeit getragen Finanziell sondern auch den Aufstieg beschert in dieser schwierigen Zeit. Sie haben immer bezahlt und auch wenn wir nicht oben mitspielten, ich hatte eigentlich nie das Gefühl, dass man GC einfach dem Schicksal überlässt und Null Interesse mehr hat. Ein Minimum an Anstand war da schon vorhanden und da hätte es doch auch massiv schlechter kommen können, das hat man genug oft gesehen bei anderen Vereinen.
Im positiven erinnern werde ich mich an die Mannschaft der letzten Saison. Die hat mir doch immer wieder viel Freude bereitet und war mit Herzblut dabei. Spieler wie Moreira, Kawabe, Pusic (klar auch schon vorher), Herc oder Schmid bleiben mir positiv in Erinnerung und natürlich auch das grosse Comeback von Abrashi, einer lebenden GC Legende!
Als Abschluss des ganzen Kapitels, möchte aber vor allem Gourovits herausstreichen. Ich denke wir verdanken ihm unglaublich viel! Er hat Wort gehalten, GC hatte Verlässliche Inhaber, es gab nie Anzeichen, dass man GC nur ausbluten lassen will oder dass man gar den Namen oder die Farben schänden will (das wäre laut Vertrag ja gar nie möglich gewesen). Er hat den Verein übernommen in der Schwierigsten Situation seit Jahrzehnten und hat doch dafür gesorgt, dass dieser überlebt hat und heute, ziemlich sicher, besser dasteht als noch vor vier Jahren.
Re: Quo vadis GC?
Ja das war eine spannende Pressekonferenz. Viel gutes wurde gesagt, doch wer weiss besser als die GC Fans, dass die Taten das sind, was zählt. Trotzdem, es macht einen Vertrauenswürdigen Eindruck und zwischen den Floskeln hat man trotzdem das Gefühl, man will da wirklich Seriös was aufbauen.Abstauber hat geschrieben: ↑18.01.24 @ 0:09 Harald Gärtner:
"Aber ich sage immer: Es ist wichtig, wenn einer kommt, dann muss er uns verstärken und er muss besser sein als die, die da sind".
Wird dieser Weg wirklich eingeschlagen und konsequent durchgezogen, dann kann man Erfolg haben. Man stelle
sich vor, die Zeiten der "auf gut Glück"- und Alibitransfers könnten tatsächlich vorbei sein. Das wäre ein absoluter game changer.
Andererseits klingt dies gar nicht nach einer glaubwürdigen Strategie für ein solches Konstrukt in welchem wir uns abermals befinden. Leider.
Man darf, zumindest hiess es das an der Pressekonferenz, klar noch mit Verstärkungen rechnen in diesem Winter. Und ich sehe es gleich wie du, es wird ganz Entscheidend sein, wer und was da nun verpflichtet wird. Werden es weiterhin Verletzungsanfällige Spieler sein bei welchen man auf den zweiten Frühling hofft, und, zwar durchaus talentierte junge Spieler aus dem Ausland, welche aber kaum viel besser sind als Spieler aus dem eigenen Nachwuchs welche eben jenen dann vor der Sonne stehen. Oder werden nun doch Spieler verpflichtet bei welchen man das Gefühl hat die können die Mannschaft wirklich weiterbringen. Ich erwarte keine 5Mio Transfers. Aber wenn man hier ein Zeichen setzen will, dass man es ernst meint, dann werden die ersten zwei, drei Neuverpflichtungen enorm wichtig und Aussagekräftig sein ob das alles nur schöne Worte waren oder ob man das ernst nehmen darf...
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Re: Quo vadis GC?
Den Chinesen ist zu danken, dass sie wirklich keinen typischen Abgang gemacht haben wie viele andere ausländische Investoren zuvor.
Ansonsten bin ich ziemlich froh, dass sie nun weg sind, da dieses nichts tun und auch nichts kommunizieren einfach unertragbar war und ich wirklich Angst um mein GC bekommen habe.
Die neuen Besitzer haben bei LAFC selbst bewiesen, dass sie etwas aufbauen können und wie schon ein User geschrieben hat, Bayern würde sich auf keinen Fall auf Trottel einlassen und mal so eine Partnerschaft eingehen.
Alles in allem haben sich die Besitzer eine Chance verdient und es liegt auch an uns Fans einen Schritt auf sie zuzugehen. Das kann man auf verschiedene Art und Weisen machen wie zum Beispiel:
- mehr an die Spiele gehen
- die wenigen vorhandenen Fanartikel kaufen
- in eine Gönnervereinigung eintreten (junger Donnerstagsclub, Griffith, Donnerstags Club usw.)
- Choreo Spende machen
- Ins Village kommen vor dem Spiel
- GC Mitglied werden
- Donnerstag Club Mitglieder könnten wieder Geld einschiessen
- Fanclub gründen
- KMU‘s könnten wieder ein Sponsoring wagen
Es ist defintiv möglich aus GC wieder die Marke zu machen, die es einmal war und mit der GC einfach funktioniert. Stellt euch vor Apple produziert auf einmal nur noch 3. klassige Smartphones im günstigen Preissegment. Das würde niemand kaufen, da Apple für Prestige, Eleganz und Premium steht. Genauso ist es mit GC.. GC steht für mich für Erfolg, Eleganz und Zürcher Selbstvertrauen und obwohl ich dieses GC Zeit meines Lebens nie so habe erleben dürfen, steht für mich ausser Frage, dass dies wieder der Anspruch von GC sein muss.
Ich auf jeden Fall melde mich nun für eine Gönnervereinigung (junger Donnerstagsclub oder Griffith) an und ermuntere euch dazu ebenfalls etwas zu tun. Arbeiten die neuen Besitzer mit uns Fans Hand in Hand haben wir die wichtige Chance wieder die klare Nummer 1 in Zürich zu werden und die Tyrannei der Südkurvenfaschos durch Erfolg zu zerschlagen. Nur schon aus diesem Grund müssen wir zusammenhalten.
Für immer GC Züri!
Ansonsten bin ich ziemlich froh, dass sie nun weg sind, da dieses nichts tun und auch nichts kommunizieren einfach unertragbar war und ich wirklich Angst um mein GC bekommen habe.
Die neuen Besitzer haben bei LAFC selbst bewiesen, dass sie etwas aufbauen können und wie schon ein User geschrieben hat, Bayern würde sich auf keinen Fall auf Trottel einlassen und mal so eine Partnerschaft eingehen.
Alles in allem haben sich die Besitzer eine Chance verdient und es liegt auch an uns Fans einen Schritt auf sie zuzugehen. Das kann man auf verschiedene Art und Weisen machen wie zum Beispiel:
- mehr an die Spiele gehen
- die wenigen vorhandenen Fanartikel kaufen
- in eine Gönnervereinigung eintreten (junger Donnerstagsclub, Griffith, Donnerstags Club usw.)
- Choreo Spende machen
- Ins Village kommen vor dem Spiel
- GC Mitglied werden
- Donnerstag Club Mitglieder könnten wieder Geld einschiessen
- Fanclub gründen
- KMU‘s könnten wieder ein Sponsoring wagen
Es ist defintiv möglich aus GC wieder die Marke zu machen, die es einmal war und mit der GC einfach funktioniert. Stellt euch vor Apple produziert auf einmal nur noch 3. klassige Smartphones im günstigen Preissegment. Das würde niemand kaufen, da Apple für Prestige, Eleganz und Premium steht. Genauso ist es mit GC.. GC steht für mich für Erfolg, Eleganz und Zürcher Selbstvertrauen und obwohl ich dieses GC Zeit meines Lebens nie so habe erleben dürfen, steht für mich ausser Frage, dass dies wieder der Anspruch von GC sein muss.
Ich auf jeden Fall melde mich nun für eine Gönnervereinigung (junger Donnerstagsclub oder Griffith) an und ermuntere euch dazu ebenfalls etwas zu tun. Arbeiten die neuen Besitzer mit uns Fans Hand in Hand haben wir die wichtige Chance wieder die klare Nummer 1 in Zürich zu werden und die Tyrannei der Südkurvenfaschos durch Erfolg zu zerschlagen. Nur schon aus diesem Grund müssen wir zusammenhalten.
Für immer GC Züri!
Re: Quo vadis GC?
Guter post, danke!Score hat geschrieben: ↑18.01.24 @ 0:55Ich denke das hat sicher mehrere Gründe. Ich vermute, dass man vor Corona durchaus noch grössere Pläne hatte, das war ja lange auch vom Staat China her gewünscht, dass China im Sportlichen Bereich mehr Einfluss nimmt international. So hat Fosun bei Wolverhampton ja eigentlich auch ganz gute Ergebnisse eingefahren. Die wurden 2016 in der Championship übernommen, wurden in der ersten Saison noch 16. in der zweithöchsten Liga (sind erst zwei Jahre vorher von der dritten Liga aufgestiegen). Stiegen dann in der Saison 17/18 in die Premiere League auf und wurden dort gleich zwei mal Siebter. Da stieg Fosun bei GC ein. Es war also nicht so, dass das alles total Aussichtslos gewesen wäre. Jedoch hatte man definitiv von Anfang an grosse Fehler gemacht. Ich meine das hat ja angefangen mit Haas und Berisha. Zwei Leute von denen kein Mensch je was gehört haben und mit Null Leistungsausweis sind plötzlich Teil der GC Führungsetage. Dann das völlig fehlende Verständnis was wichtig ist für die Akzeptanz in der Schweiz, zB Nahbar und Sichtbar zu sein, Red- und Antwort zu stehen usw.yes hat geschrieben: ↑17.01.24 @ 21:39 Was ich bis heute nicht verstehe, ist warum die Chinesen GC so planlos übernommen und geführt haben. Und es ist sie teuer zu stehen gekommen, da sie 4 Jahre lang das Defizit getragen haben. (Danke dafür)
Man muss jetzt wirklich nicht ein Business Genie oder Insider sein um zu wissen, dass in einer Liga wie der Super League mit relativ wenigen Live-Zuschauern, wenigen Einnahmen mit Sponsoring und Merchandise und fast keinen TV-Geldern der „Handel“ mit Spielern das Wichtigste ist (und ggf. Prämien aus CL/EL/CL). Und um Spieler aus einer kleinen Liga zu hohen Ablösesummen verkaufen zu können, ist es *essentiell*, dass sie europäisch gespielt haben. Auch für den anderen Businessplan von Fosun, als Ausbildungsverein für Wolverhampton günstig Leihspieler zu verbessern, funktioniert niemals mit jetzigen Verhältnissen, da der Sprung von der unteren Super League Hälfte in die Premier League viel zu hoch ist. Toti Gomes ist mWn der einzige in 4 Jahren, der doch den Sprung geschafft hat (viel zu wenig um ein solches Konstrukt zu rechtfertigen).
Fosun hat nie etwas investiert um ein Team zusammenzustellen, dass ernsthaft eine Chance auf einen EL Gruppenphase Platz hatte, geschweige denn in die CL zu kommen. Die meisten, der ausgeliehenen Spieler war von den Fähigkeiten so schlecht, dass sie sich bei uns nichteinmal in die Startelf spielen konnten und >21 Jahre alt, also zu alt, dass noch grosse Fortschritte zu erwarten waren. D.h. die Wahrscheinlichkeit je bei Wolverhampton in der 1. Mannschaft etwas zu reissen praktisch bei 0. Ich denke dabei an Spieler wie zB Connor Ronan. Ohne je richtig zu investieren und ein paar durchschnittlichen Leihspielern als das höchste der Gefühle ist es halt wirklich kein Wunder, dass der Club in etwa so defizitär war wie unter Anliker. (Nicht das ich Fosun, da eine Träne nachweine, aber für uns ist es auch schlecht.)
Ich hoffe die Amerikaner machen es unser- und ihretwillen besser und wissen wie man im 21. Jahrhundert mit Klubfussball Geld verdient. Ansonsten werden wir im besten Fall wieder nach 3-4 Jahren weitergereicht und etwas Langfristiges kann nie entstehen, oder sonst, in einem weniger guten Fall, endet es direkt mit einem Konkurs.
Dann kamen aber in meinen Augen vor allem drei Dinge welche wohl zu den Hauptgründen gehören warum das nie wirklich was wurde:
1. Die FIFA hat gleich nach der Übernahme von GC die Regeln verschärft und auch die Englische Liga hat die Transferregeln verschärft. Dies hat den Chinesen so doch ziemlich in die Suppe gespuckt. Dass man nur noch drei Spieler verleihen durfte war für das Konstrukt ein echtes Problem, vor allem auch wegen den Regeln der Premiere League. Denn eigentlich könnte man ja innerhalb des Konstrukts die Spieler einfach transferieren (so wie es der FC Liefering, RB Salzburg und RB Leipzig schon seit Jahren machen). Dann kamen die rigorosen neuen Regeln der Englischen Liga dazu, welche mittels Punkte System klar regeln, welche Spieler von Englischen Clubs gekauft werden können. Darum wurde Kawabe ja so schnell gekauft und sofort wieder ausgeliehen. Es war also gar nicht möglich Spieler zu GC zu verkaufen und dann nach zwei Jahren zurück zu kaufen
2. Die Stadion Situation. Ich bin (ohne dass ich es weiss) absolut überzeugt, dass die Chinesen fest davon ausgingen, dass GC innerhalb drei, vier Jahren ein eigenes Stadion haben werden. Die waren sich definitiv nicht bewusst, was für Rechte es in der Schweiz gibt und wie lange man ein solches Projekt verzögern kann. Denke auch nicht, dass ein Gurovits dies an die grosse Glocke gehängt hat bei den Verhandlungen, wäre ja blöd gewesen. Mit den Einsprachen und der Erkenntnis, dass es im Minimum noch gaaaanz lange gehen wird bis ein Stadion kommt, war auch dies sicher ein Grund dafür, dass man aussteigen wollte.
3. Chinas Regierung gibt die Strategie vor. Für uns unvorstellbar, für Chinesen schlicht normal. Und hier gab es eine klare Wendung, man hat sich vom Ziel losgesagt im Fussball eine grosse Nummer zu werden. Und das hat direkt Einfluss auf die Investoren, auch im Ausland. Kann man zum Beispiel hier nachlesen: https://www.dw.com/de/china-investoren- ... a-57169177
Ich bin froh, dass diese Ära nun zu Ende ist. Wie ich vor langer Zeit mal geschrieben habe, ich werde auch noch da sein und GC Fan sein, wenn die Chinesen weg sind und das ist genau Heute der Fall!
Ich bin aber dankbar, dass wir mit den Chinesen Seriöse Eigentümer hatten, oder ich muss es anders formulieren, verlässliche Eigentümer. Sie haben uns nicht nur durch die Corona Zeit getragen Finanziell sondern auch den Aufstieg beschert in dieser schwierigen Zeit. Sie haben immer bezahlt und auch wenn wir nicht oben mitspielten, ich hatte eigentlich nie das Gefühl, dass man GC einfach dem Schicksal überlässt und Null Interesse mehr hat. Ein Minimum an Anstand war da schon vorhanden und da hätte es doch auch massiv schlechter kommen können, das hat man genug oft gesehen bei anderen Vereinen.
Im positiven erinnern werde ich mich an die Mannschaft der letzten Saison. Die hat mir doch immer wieder viel Freude bereitet und war mit Herzblut dabei. Spieler wie Moreira, Kawabe, Pusic (klar auch schon vorher), Herc oder Schmid bleiben mir positiv in Erinnerung und natürlich auch das grosse Comeback von Abrashi, einer lebenden GC Legende!
Als Abschluss des ganzen Kapitels, möchte aber vor allem Gourovits herausstreichen. Ich denke wir verdanken ihm unglaublich viel! Er hat Wort gehalten, GC hatte Verlässliche Inhaber, es gab nie Anzeichen, dass man GC nur ausbluten lassen will oder dass man gar den Namen oder die Farben schänden will (das wäre laut Vertrag ja gar nie möglich gewesen). Er hat den Verein übernommen in der Schwierigsten Situation seit Jahrzehnten und hat doch dafür gesorgt, dass dieser überlebt hat und heute, ziemlich sicher, besser dasteht als noch vor vier Jahren.
- Ungeziefer1886
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Re: Quo vadis GC?
Ich denke viele haben Gurovits unrecht getan. Eine gewisse naivität war da als Fosun kam, doch wäre die alternative der Konkurs gewesen. An der PK wurden wichtige Punkte angesprochen aber nicht zu viel versprochen. Gurovits wird schon über die Probleme mit Fosun reflektiert, und genau das mit LAFC angesprochen haben. Ich werde wieder öfter im Stadion sein, denn mit Fosun war ich nur im Stadion weil ich GC nicht loslassen konnte. Ich werde wieder mein Unfeld animieren mitzukommen und hoffe es geht vielen gleich. Hopp GC! Wie es im Podcast gesagt wurde, jetzt sind wir auch dran, lets go!
Re: Quo vadis GC?
https://m.youtube.com/watch?v=wKAyfwcHH ... FmYyBmYW5z
Fans dort gehen noch ziemlich ab. Coole Hymne. könnten wir doch übernehmen und GC-like machen... Comon super GCZ ole...ole... OOOOOOOooooooo....
Fans dort gehen noch ziemlich ab. Coole Hymne. könnten wir doch übernehmen und GC-like machen... Comon super GCZ ole...ole... OOOOOOOooooooo....
Zuletzt geändert von gotham25 am 18.01.24 @ 7:54, insgesamt 2-mal geändert.
Re: Quo vadis GC?
Was sicherlich vorbei sein wird ist dieses sinnlose Herumschieben von drittklassigen Wolves-Spielern und das Installieren der 4. portugiesischen Nationalmannschaft. LAFC selber ist total anders aufgestellt als die Wolves aus dem Fosun-Netzwerk. Wenn man deren Kader ansieht, ist es typisch für die MLS. Ein gutes Beispiel ist ja Lugano, was mit amerikanischer Führung, einem nachhaltigen Konzept und weniger kulturell fremden Einflüssen möglich ist. Ein weiteres Beispiel, wie es eben nicht laufen soll, hier:
https://www.n-tv.de/sport/der_sport_tag ... 60481.html
Ich gebe den Neuen, wie so oft, viel Kredit.
https://www.n-tv.de/sport/der_sport_tag ... 60481.html
Ich gebe den Neuen, wie so oft, viel Kredit.
yoda: Forumslegende Ikone, Veteran und Chefarchivar von gczforum.ch