Quo vadis GC?
- Fuessballer Moldovan
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Re: Quo vadis GC?
Das tönt alles recht verheissungsvoll, aber nach der Erfahrung mit den Chinesen werde ich meinen Optimismus diesmal im Zaum halten. Wenn die das in England so gut hinkriegen, müsste es hier doch auch klappen, dachte ich damals - und sollte mich bitter täuschen. Wenngleich nicht alles schlecht war in diesen vier Jahren, so sind wir doch nun alle zu Recht erleichtert, dass das Kapitel Fosun zu Ende ist. Dankbar sein muss man Jenny und Co. für die erfolgreiche Rückkehr in die Super League, das stets anstandslose Begleichen der nicht unerheblichen Fixkosten und dass zuletzt doch wieder recht viel Swissness Einzug gehalten hat. Für viel mehr dann aber auch nicht. Schade finde ich einzig, dass damit auch die kurze Ära von Matt Jackson zu Ende geht, den Typen fand ich wie die meisten hier sympathisch. Aber da er aus dem Fosunstall kommt, war es eigentlich klar, dass seine Tage in Zürich mit der Übernahme gezählt sind.
Von den Amis erhoffe ich mir in erster Linie wieder mehr Strategie hinter dem Engagement, mehr Kontinuität und auch mehr Rücksicht auf die hiesigen Gepflogenheiten. Wenn das Ganze ähnlich gut funktioniert wie bei Lugano, wäre ich schon recht glücklich. Und mehr darf's natürlich immer gerne sein. Positiv gestimmt bin ich vor allem in Sachen Akzeptanz von den Fans, den Medien, den Sponsoren usw. Da haben die Kalifornier sicher einen erheblichen Startvorteil gegenüber ihren Vorgängern.
Zum Schluss noch eine Frage: Kann mir jemand erklären, was man genau unter dem Community-Ansatz versteht, der gestern immer wieder angetönt wurde und offenbar im US-Sport typisch sei?
Von den Amis erhoffe ich mir in erster Linie wieder mehr Strategie hinter dem Engagement, mehr Kontinuität und auch mehr Rücksicht auf die hiesigen Gepflogenheiten. Wenn das Ganze ähnlich gut funktioniert wie bei Lugano, wäre ich schon recht glücklich. Und mehr darf's natürlich immer gerne sein. Positiv gestimmt bin ich vor allem in Sachen Akzeptanz von den Fans, den Medien, den Sponsoren usw. Da haben die Kalifornier sicher einen erheblichen Startvorteil gegenüber ihren Vorgängern.
Zum Schluss noch eine Frage: Kann mir jemand erklären, was man genau unter dem Community-Ansatz versteht, der gestern immer wieder angetönt wurde und offenbar im US-Sport typisch sei?
Der FCZ muss sich nur fragen, was für Gesindel er in seinem Anhang mitschleppt. (Tages-Anzeiger, 23.10.2021)
- swisspilot
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Re: Quo vadis GC?
Im US Sportbereich ist eine Sportmannschaft oder ein Sport ein Aushängeschild für lokale Projekte. Das gilt insbesondere für das Thema Sponsoring, welche oft in Charity-Projekte investieren um lokale Vorhaben in soziale Projekte herausstreichen und zeigen, was sie alles gutes tun. Damit kann ein Unternehmen seine Verantwortung lokal trotz gewinnorientierten Denken verkaufen und zeigen, dass man etwas davon der Allgemeinheit zurückgibt. Der Sport soll zusammenbringen und offen für alle Schichten sein und verbinden. Es sind immer wieder der soziale und lokale Aspekt. Und dabei gibt es die Unterhaltung des Spielbetriebes, welche vom harten Alltag ablenken. Im alten Rom waren es Brot und Spiele…Fuessballer Moldovan hat geschrieben: ↑18.01.24 @ 14:34
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Zum Schluss noch eine Frage: Kann mir jemand erklären, was man genau unter dem Community-Ansatz versteht, der gestern immer wieder angetönt wurde und offenbar im US-Sport typisch sei?
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Re: Quo vadis GC?
wenn du in LA in der hood wohnst, kannst du am Wochenende im Stadion singen
- schaaaalufe
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Re: Quo vadis GC?
Dabei geht es viel um positives PR, den Zusammenhalt in der Stadt und ein positives Markenerlebnis. In Amerika sind das keine Clubs, sondern "Franchises". Bei uns haben Clubs natürlich auch einen lokale Bezug, bei Franchises ist das in der Terminierung bereits inbegriffen.Fuessballer Moldovan hat geschrieben: ↑18.01.24 @ 14:34 Das tönt alles recht verheissungsvoll, aber nach der Erfahrung mit den Chinesen werde ich meinen Optimismus diesmal im Zaum halten. Wenn die das in England so gut hinkriegen, müsste es hier doch auch klappen, dachte ich damals - und sollte mich bitter täuschen. Wenngleich nicht alles schlecht war in diesen vier Jahren, so sind wir doch nun alle zu Recht erleichtert, dass das Kapitel Fosun zu Ende ist. Dankbar sein muss man Jenny und Co. für die erfolgreiche Rückkehr in die Super League, das stets anstandslose Begleichen der nicht unerheblichen Fixkosten und dass zuletzt doch wieder recht viel Swissness Einzug gehalten hat. Für viel mehr dann aber auch nicht. Schade finde ich einzig, dass damit auch die kurze Ära von Matt Jackson zu Ende geht, den Typen fand ich wie die meisten hier sympathisch. Aber da er aus dem Fosunstall kommt, war es eigentlich klar, dass seine Tage in Zürich mit der Übernahme gezählt sind.
Von den Amis erhoffe ich mir in erster Linie wieder mehr Strategie hinter dem Engagement, mehr Kontinuität und auch mehr Rücksicht auf die hiesigen Gepflogenheiten. Wenn das Ganze ähnlich gut funktioniert wie bei Lugano, wäre ich schon recht glücklich. Und mehr darf's natürlich immer gerne sein. Positiv gestimmt bin ich vor allem in Sachen Akzeptanz von den Fans, den Medien, den Sponsoren usw. Da haben die Kalifornier sicher einen erheblichen Startvorteil gegenüber ihren Vorgängern.
Zum Schluss noch eine Frage: Kann mir jemand erklären, was man genau unter dem Community-Ansatz versteht, der gestern immer wieder angetönt wurde und offenbar im US-Sport typisch sei?
Bei Communities geht es um die GC-Familie, die Stadt/Kanton Zürich und die Identifikation mit eben dieser Stadt/Verein.
Meiner Einschätzung nach setzen die Amis dabei sehr stark auf uns Fans. Ihnen wird in der Analyse und in den Gesprächen mit Andras aufgefallen bzw aufgezeigt worden sein, dass nur ca 30 % aller GC-Fans die Spiele auch regelmässig besuchen oder gar eine Saisonkarte besitzen. Doch wie bringen sie die ca 70 % wieder regelmässig an die Spiele? Meiner Meinung nach geht das nur mit zwei Lösungen: Neues Stadion zum einen, das können wir noch ein paar Jahre vergessen. Bleibt noch der Erfolg. Ich denke, sie sehen auch das Potential, das der Kanton Zürich besitzt, wenn man sieht, wie die Fangemeinde von Ennet in den letzten 15 Jahren gewachsen ist – dank Erfolg und Identifikation.
Mein Wunschszenario wäre folgendes: Die Amis möchten GC längerfristig wieder zu einer Schweizer Macht machen. Dafür investieren sie Geld, um uns an der Spitze der Super League zu etablieren und dann im neuen Stadion eben wieder zu dieser Macht werden. Mit Erfolg, Stadion, Identifikation.
Re: Quo vadis GC?
Erfolg! Alles geht nur über den Erfolg, so einfach ist es... Zeig mir eine Mannschaft in der Schweiz welche nicht durch Erfolg zu mehr Fans in den Stadien kam. Ich weiss, tönt doof und man wehrt sich gerne dagegen, aber es ist einfach ein Fakt. Darum, sauber weiterarbeiten, nicht ein Neuanfang bei Null, denn es ist nicht alles schlecht, sondern punktuell verbessern und sich so nach vorne arbeiten. Das kann definitiv klappen. Helfen würde es sicher, wir würden uns schon diese Saison in den letzten sechs befinden uns somit eine weitere Steigerung zur letzten Saison hinlegen...schaaaalufe hat geschrieben: ↑18.01.24 @ 14:58Meiner Einschätzung nach setzen die Amis dabei sehr stark auf uns Fans. Ihnen wird in der Analyse und in den Gesprächen mit Andras aufgefallen bzw aufgezeigt worden sein, dass nur ca 30 % aller GC-Fans die Spiele auch regelmässig besuchen oder gar eine Saisonkarte besitzen. Doch wie bringen sie die ca 70 % wieder regelmässig an die Spiele? Meiner Meinung nach geht das nur mit zwei Lösungen: Neues Stadion zum einen, das können wir noch ein paar Jahre vergessen. Bleibt noch der Erfolg. Ich denke, sie sehen auch das Potential, das der Kanton Zürich besitzt, wenn man sieht, wie die Fangemeinde von Ennet in den letzten 15 Jahren gewachsen ist – dank Erfolg und Identifikation.Fuessballer Moldovan hat geschrieben: ↑18.01.24 @ 14:34 Das tönt alles recht verheissungsvoll, aber nach der Erfahrung mit den Chinesen werde ich meinen Optimismus diesmal im Zaum halten. Wenn die das in England so gut hinkriegen, müsste es hier doch auch klappen, dachte ich damals - und sollte mich bitter täuschen. Wenngleich nicht alles schlecht war in diesen vier Jahren, so sind wir doch nun alle zu Recht erleichtert, dass das Kapitel Fosun zu Ende ist. Dankbar sein muss man Jenny und Co. für die erfolgreiche Rückkehr in die Super League, das stets anstandslose Begleichen der nicht unerheblichen Fixkosten und dass zuletzt doch wieder recht viel Swissness Einzug gehalten hat. Für viel mehr dann aber auch nicht. Schade finde ich einzig, dass damit auch die kurze Ära von Matt Jackson zu Ende geht, den Typen fand ich wie die meisten hier sympathisch. Aber da er aus dem Fosunstall kommt, war es eigentlich klar, dass seine Tage in Zürich mit der Übernahme gezählt sind.
Von den Amis erhoffe ich mir in erster Linie wieder mehr Strategie hinter dem Engagement, mehr Kontinuität und auch mehr Rücksicht auf die hiesigen Gepflogenheiten. Wenn das Ganze ähnlich gut funktioniert wie bei Lugano, wäre ich schon recht glücklich. Und mehr darf's natürlich immer gerne sein. Positiv gestimmt bin ich vor allem in Sachen Akzeptanz von den Fans, den Medien, den Sponsoren usw. Da haben die Kalifornier sicher einen erheblichen Startvorteil gegenüber ihren Vorgängern.
Zum Schluss noch eine Frage: Kann mir jemand erklären, was man genau unter dem Community-Ansatz versteht, der gestern immer wieder angetönt wurde und offenbar im US-Sport typisch sei?
- schaaaalufe
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Re: Quo vadis GC?
Sehe ich genauso. Denkt man an 2012/13 zurück, weiss man, was die GC-Kurve (und die "Normalos") auch im Letzi für ein Potential hat.Score hat geschrieben: ↑18.01.24 @ 15:16Erfolg! Alles geht nur über den Erfolg, so einfach ist es... Zeig mir eine Mannschaft in der Schweiz welche nicht durch Erfolg zu mehr Fans in den Stadien kam. Ich weiss, tönt doof und man wehrt sich gerne dagegen, aber es ist einfach ein Fakt. Darum, sauber weiterarbeiten, nicht ein Neuanfang bei Null, denn es ist nicht alles schlecht, sondern punktuell verbessern und sich so nach vorne arbeiten. Das kann definitiv klappen. Helfen würde es sicher, wir würden uns schon diese Saison in den letzten sechs befinden uns somit eine weitere Steigerung zur letzten Saison hinlegen...schaaaalufe hat geschrieben: ↑18.01.24 @ 14:58
Meiner Einschätzung nach setzen die Amis dabei sehr stark auf uns Fans. Ihnen wird in der Analyse und in den Gesprächen mit Andras aufgefallen bzw aufgezeigt worden sein, dass nur ca 30 % aller GC-Fans die Spiele auch regelmässig besuchen oder gar eine Saisonkarte besitzen. Doch wie bringen sie die ca 70 % wieder regelmässig an die Spiele? Meiner Meinung nach geht das nur mit zwei Lösungen: Neues Stadion zum einen, das können wir noch ein paar Jahre vergessen. Bleibt noch der Erfolg. Ich denke, sie sehen auch das Potential, das der Kanton Zürich besitzt, wenn man sieht, wie die Fangemeinde von Ennet in den letzten 15 Jahren gewachsen ist – dank Erfolg und Identifikation.
Re: Quo vadis GC?
Erfolg und eine gewisse Konstanz in der Mannschaft, was ohnehin Hand in Hand geht. Aber jede Saison wieder einen weiteren Neuanfang mit neuen Gesichter schafft halt auch keine Identifikation. Ich bin auf jeden Fall optimistischer, dass es wieder aufwärts geht. Die Leute hinter LAFC wissen wie man sportlich Erfolg hat. Ob dies mit uns auch finanziell nachhaltig ist, ist eine andere Frage. Aber die können wir uns dann wieder in 3-4 Jahren stellen.schaaaalufe hat geschrieben: ↑18.01.24 @ 15:34Sehe ich genauso. Denkt man an 2012/13 zurück, weiss man, was die GC-Kurve (und die "Normalos") auch im Letzi für ein Potential hat.Score hat geschrieben: ↑18.01.24 @ 15:16
Erfolg! Alles geht nur über den Erfolg, so einfach ist es... Zeig mir eine Mannschaft in der Schweiz welche nicht durch Erfolg zu mehr Fans in den Stadien kam. Ich weiss, tönt doof und man wehrt sich gerne dagegen, aber es ist einfach ein Fakt. Darum, sauber weiterarbeiten, nicht ein Neuanfang bei Null, denn es ist nicht alles schlecht, sondern punktuell verbessern und sich so nach vorne arbeiten. Das kann definitiv klappen. Helfen würde es sicher, wir würden uns schon diese Saison in den letzten sechs befinden uns somit eine weitere Steigerung zur letzten Saison hinlegen...
Re: Quo vadis GC?
1929- HARDTURM I EUSNÄ HERZÄ EUSÄS DIHAI- 2007
Re: Quo vadis GC?
Genau. Ich war damals auch dabei in der Kurve. Ich werde mich jetzt hier vielleicht ein wenig unbeliebt machen aber ich finde da muss einfach auch mehr kommen von der aktiven Szene die was zu melden haben. Seit Jahren die gleichen Lieder was an sich nicht schlecht ist, aber mal ein wenig frischer Wind würde nicht Schaden. Auch das "trotzen" gegen den Letzi versaut vieles... macht Choroes und schwenkt Fahnen was das zeug hält das sieht optisch einfach Sau geil aus....Maho hat geschrieben: ↑18.01.24 @ 15:47 So wie hier 2015 eine volle Kurve.
https://www.sektoriv.ch/media/gallery/g ... _2400w.jpg
Auch bitte nicht 20 Minuten das gleiche Lied singen nach 5 Minuten singt sowieso nur noch 1/3 mit und die Stimmung ist dann im Keller. All das sind Faktoren die junge Fans anziehen oder eben nicht. Und m.M.n. gibt es auch hier viel Luft nach oben nicht nur immer den Verein in die Verantwortung ziehen
- Fuessballer Moldovan
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Re: Quo vadis GC?
Danke euch für die Erklärungen zum Community-Ansatz!
Der FCZ muss sich nur fragen, was für Gesindel er in seinem Anhang mitschleppt. (Tages-Anzeiger, 23.10.2021)